Rezension: The lie she never told von Laura Labas

Rezension: The lie she never told von Laura Labas

Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 306
ISBN: 978-3959916806

 

Darum geht es:

Mein Name ist Faith Rochester und ich habe meine beste Freundin getötet.

Fast drei Jahre später kehre ich in meine Heimatstadt zurück, in dem Wissen, dass mich niemand ansehen, geschweige denn mit mir reden wird. Niemand – bis auf eine Ausnahme. Liam Bridges hat sehr viel über mich und den Tod seiner Schwester zu sagen und nichts davon ist besonders nett.

Nachdem Faith ihre beste Freundin Emma auf einem Foto, das nach ihrem vermeintlichen Tod aufgenommen wurde, entdeckt, reist sie nach Grayne Village. Zurück an den Ort, an dem alles seinen Anfang nahm. Dort erkennt sie schon bald, dass das Mysterium um Emmas Verschwinden weiter und tiefer reicht, als sie geahnt hat. Ist Emma wirklich tot oder gibt es noch Hoffnung? Wie tief muss Faith graben, um die Wahrheit endlich aufzudecken und sich von den Lügen einer ganzen Stadt zu befreien?

Meine Meinung

Ich gehöre zu den absoluten Laura Labas Fangirls. Daher war natürlich klar, dass ich auch ein Buch von ihr lese, welches von ihrem eigentlich Genre abweicht. Jetzt bin ich nicht unbedingt der Jugendthrillerleser umso gespannter war ich natürlich trotzdem und hoffte, dass mich Laura überzeugen kann. Leider gelang ihr das nicht so ganz.

Der Schreibstil der Autorin hat keine Schuld daran, denn der ist wieder absolut fesselnd und treibt einen in und durch die Spannung. Hier ist also Alles im grünen Bereich. Ebenso das Geheimnis um Emma, dem man unbedingt auf die Spur kommen will. Mein Problem waren Teile der Handlung.

Das Buch fängt ziemlich vielversprechend an. Das Mädchen, das ihre beste Freundin auf dem Gewissen hat, kehrt nach 3 Jahren wieder nach Hause zurück. Sie wurde von dem Mordvorwurf zwar freigesprochen, aber niemand glaubt so wirklich daran und somit hält der komplette Ort an seinem Hass und Unmut fest. Und teilweise geht das Ganze ziemlich weit. Faith muss Nerven beweisen und den Mut aufbringen sich den Menschen zu stellen, die sie verurteilen. Doch was ist damals wirklich passiert?

Die Spannung war da und es wurde absolut nicht langweilig. Deshalb hab ich es auch direkt in 2 Tagen geschafft. Bis zum Schluss, war mir auch nicht klar, wer hinter Allem steckt und was tatsächlich passierte.

Aber genau da kommen wir auch zu dem einen Punkt der mich absolut gestört hat. Die Auflösung. Ich fand die irgendwie an den Haaren herbei gezogen. Das ist natürlich Ansichtssache, aber mein Gedanke war so: Oooookay. Ich hatte ein paar Szenarien parat, aber darauf wäre ich im Leben nie gekommen.

Zweiter Kritikpunkt, auch hier plädiere ich auf Geschmackssache, die Liebesgeschichte. Ich gestehe, dass ich die gar nicht gebraucht hätte. Es war jetzt nicht mega störend, aber halt auch nich so, dass ich Herzchen in den Augen hatte.

Dafür konnte die Autorin mich mit dem “Ende”, der, den, die, das Tätern überraschen. Auch wie das Finale ausfiel war gut gemacht. Es passte, es war noch mal spanennd, wenn auch nicht komplett überzeugend im Motiv.

Dazu kommt, dass ich Faith als wahnsinnig angenehm als Prota empfand, denn ich kann mir vorstellen wie schwer wenige fiel wieder zurück zu kommen. Sie setzt Alles daran um zu beweisen, dass sie unschuldig ist. Ich fand sie überzeugend und muss sagen, dass es wirklich übel für sie aussah.

Mein Fazit

“The lies he never told“ zählt für mich in die Richtung solide, aber ausbaufähig. Auflösung und Liebesgeschichte waren leider so gar nicht meins, aber der Rest war gut gemacht. Auch einen Zweitversuch würde ich probieren. Ansonsten begnüge ich mich natürlich auch wahnsinnig gern mit ihren Fantasybüchern. 3,5 Sterne

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