Werbung: Rezension: Paper Hearts #1 – Znd Alles zerbricht von Maxine Reuker

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Verlag:  Ullstein Verlag
Seiten: 383
ISBN: 978-3690860215

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Das erwartet euch:

Milas Welt gerät aus den Fugen, als sie ins fremde Zürich umziehen muss. Plötzlich getrennt von ihrer besten Freundin Juno, fühlt sich die Sechzehnjährige so richtig einsam. Trost findet sie zunächst im Essen, doch als sich das äußerlich bemerkbar macht, gerät sie in die gefährliche Spirale einer Essstörung. Widerwillig landet sie nach einem Zusammenbruch in der Klinik am Clarisee. Doch dann verliert sie ihr Herz an Nicolas, einen mysteriösen jungen Mann. Wer ist er? Und welches Geheimnis versucht er zu verbergen? Was zunächst nach einem Lichtblick aussieht, entwickelt sich zu einer verbotenen Liebe, für die Mila alles riskiert … sogar sich selbst.

Eine fesselnde Young Adult über den Mut, auf dein Herz zu hören – auch wenn alles zerbricht.

Cover-/ Textrechte:  Ullstein

Meine Meinung

Milas Welt wird auf den Kopf gestellt, als ihr für sie perfektes Leben ins Wanken gerät. Ein Umzug in die Schweiz. Weg von ihrem Zuhause, ihrer besten Freundin, der gewohnten Umgebung und selbst den großen geplanten 16ten Geburtstag kann sie nicht feiern. Mila fällt es schwer sich mit der neuen Situation anzufreunden, weshalb sie sich erst ins Essen flüchtet und daduch an Gewicht zulegt. So will sie ihren alten Freunden aber nicht unter die Augen treten. Damit beginnt leider auch eine Abwärtspirale bei Mila, deren Gefahren sie leider nicht erkennt. Kann ihr die Therapie helfen oder wird sie ein Schlupfloch finden?

Puh. Ich bin ehrlich. Dieses Buch hat mich mitgenommen, aber auch enttäuscht. Mitgenommen hat mich Milas Entwicklung. Vom aufgeschlossen fröhlichen Mädchen, das verheimlicht, mit sich und ihrem Körper unzufrieden ist und der es schwer fällt sich auf eine Therapie einzulassen.

Positiv hervorzuheben ist vor allem die emotionale Nähe, die der Roman zwischen mir und Mila aufgrbaut hat. Ihre Gedanken wirken auf mich authentisch und verletzlich, sodass man ihre Unsicherheit, Überforderung und die innere Leere gut nachvollziehen kann. Gerade die leisen Momente, wenn Mila sich selbst hinterfragt oder verzweifelt versucht, Kontrolle zurückzugewinnen, gehören zu den starken Szenen des Buches.

Trotz dieser stellenweise emotionalen Stärke bleibt der Umgang mit dem Hauptthema Essstörung jedoch irgendwie etwas oberflächlich. Ich bin nicht im Thema drin und auch war auch nie betroffen, aber ich ahne dennoch das Gefühl, das etwas fehlt oder es vielleicht nicht tief genug ging.

Zwar wird deutlich, dass Mila leidet, doch die psychologischen Hintergründe und die langfristigen Auswirkungen der Erkrankung werden nur angerissen. Viele Entwicklungen wirken schnell abgehandelt, wodurch die Komplexität einer Essstörung nicht vollständig greifbar für mich wird. Ebenso den Prozess aus der Abwärtsspirale rauszuholen. Für mich gab es gefühlt zu wenig Mitnahme un den Alltag.

Gerade Leser*innen, die auf eine tiefere und differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema hoffen, könnten hier enttäuscht werden. Teilweise entsteht der Eindruck, dass die Essstörung eher als emotionales Stilmittel genutzt wird, statt ihre tatsächliche Schwere umfassend zu beleuchten.

Schwierig fand ich auch die “Lovestory”. Fürs Drama ist es natürlich förderlich und auch um zu vermitteln wie leicht Mila solche “Schicksalsschläge” aus der Bahn werfen könnten.

Da wir es hier aver mit Teil 1 zu tun haben, werde ich gespannt auf Teil 2 warten, denn ehrlich gesagt möchte ich wissen wie es mit Mila weitergeht.

Fazit

Insgesamt ist Und alles zerbricht ein emotional geschriebener Jugendroman mit einer nahbaren Protagonistin und vielen einfühlsamen Momenten. Gleichzeitig verschenkt das Buch jedoch Potenzial, weil es sein wichtigstes Thema nicht mit der nötigen Tiefe behandelt. Zumindest ging mir das so. Dadurch bleibt nach dem Lesen sowohl Mitgefühl für Mila als auch das Gefühl zurück, dass die Geschichte noch mutiger und intensiver hätte sein können. 3,5 Sterne von mir

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