Werbung: Rezension: Paul Herzfeld #2 – Abgefackelt von Michael Tsokos

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Verlag: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Seiten: 352
ISBN: ‎978-3426524411

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Rechtsmediziner Paul Herzfeld steckt sein letzter Fall noch in den Knochen, weshalb er vorübergehend von Kiel nach Itzehoe auf eine vermeintlich ruhigere Stelle in der Pathologie versetzt wird. Doch die dortige Ruine des Klinikumarchivs zeugt von einem Flammenmeer, in dem nicht nur tausende Akten und Gewebeproben dem Feuer zum Opfer fielen, sondern auch ein Pathologe den Tod fand. Zeitgleich treibt eine eiskalte Killerin in Norddeutschland ihr Unwesen. Ihr Mordwerkzeug: eine Drohne. Ihr Lieblingsspielzeug: Feuer. Erneut sieht sich Paul Herzfeld gezwungen, eigene Ermittlungen anzustellen – die über Leben und Tod entscheiden werden.

Cover-/ Textrechte: Verlagsgruppe Droemer Knaur

Meine Meinung

Nachdem mich das letzte Buch des Autors mitreißen konnte, war ich gespannt, was es damit auf sich hat. Direkt die ersten Seiten machen dem Titel schon einmal alle Ehre und ich war echt angetan.

Paul Herzfeld, Rechtsmediziner aus Leidenschaft, soll eine Pause einlegen, da ihm die vergangenen Erlebnisse noch immer in den Knochen und im Kopf stecken. Eigentlich als Urlaub gedacht, also Freizeit ohne Leichen, den allerdings seine Verlobte, irgendwo verständlicher Weise, boykottiert. Auch sie brauch Zeit und Abstand, um sich vom Erlebten zu erholen. Also bekommt Herzfeld einen Job in einem ruhigen Umfeld. Er soll in der Pathologie einer Klinik aushelfen. Ziemlich unaufgeregt sollte man meinen. Allerdings stolpert er über eine Mauer des Schweigens, was den Tod seines Vorgängers angeht und gerät in ein Umfeld, dass anscheinend auch nicht so beliebt ist. Irgendwo ist ein knallharter Killer*in unterwegs, der/ die mit dem Feuer spielt. Da kann Herzfeld die Füße natürlich nicht still halten und beginnt auf eigenen Faust zu ermitteln.

Ich fand es ganz gut gemacht, wenn auch nur mäßig spannend. Vor allem dauert es, bis die Spannung Einzug hält, wenn auch der Einstieg direkt Lust auf mehr machte. Im Mittelteil folgt dann auch noch Mal eine kleine Spannungsflaute, dafür wird es gegen Ende noch Mal richtig spannend und geht mehr oder weniger Schlag auf Schlag.

Tsokos vermischt Realität mit Fiktion und das gefällt mir an seinen Büchern immer am meisten. Der wahre Kern. Außerdem finde ich die Ausflüge in den Sektionssaal immer richtig toll und interessant. Man merkt, dass Tsokos hier nun einmal Ahnung hat. Der Autor erklärt viel, so dass der Eindruck eines “Medizinvortrages” entsteht, aber einem, den ich als medizinischer Blindfisch super verstehe und nachvollziehen kann. Dafür wieder einmal Chapeau.

Herzfeld ist ein Charakter den man mögen muss. Ich finden ihn interessant und stellenweise auch sympathisch. Hier und da ist er mir aber zu glatt. Als “Ermittler” passt er aber auch hier wieder wunderbar.

Fazit

Wieder hat es der Autor geschafft mich mitreißen zu können, wenn auch nicht über die komplette Distanz. Es gibt stellenweise Spannung und es ist ein interessantes Thema, aber der Inhalt hat auch seine Längen. Wobei sich am Ende viel Spannung mit einem Mal entlädt. Bei Tsokos find ich immer die Mischung aus True Crime und Fiktion gelungen und so ist es auch hier wieder. Am Ende auch für “Abgefackelt” 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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