Werbung: Rezension: Du darfst nicht Alles glauben was Du denkst von Kurt Krömer

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Verlag: Kiepenheuer & Witsch/ Argon Verlag
Hördauer: 4 h 21 Minuten
Seiten: 192
ISBN: ‎978-3462002546

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

“Ich war dreißig Jahre depressiv.Ich muss damit leben. Und ich habe keinen Bock, das zu verheimlichen.”

Alexander Bojcan ist 47 Jahre alt, trockener Alkoholiker, alleinerziehender Vater und er war jahrelang depressiv. Auf der Bühne und im Fernsehen spielt er Kurt Krömer. Er will sich nicht länger verstecken. Dies ist der schonungslos offene und gleichzeitig lustige Lebensbericht eines Künstlers, von dem die Öffentlichkeit bisher nicht viel Privates wusste. Alexander Bojcan bricht ein Tabu und das tut er nicht um des Tabubrechens willen, sondern um Menschen zu helfen, die unter Depressionen leiden oder eine ähnliche jahrelange Ärzteodyssee hinter sich haben wie er selbst.

Cover-/ Textrechte: Kiepenheuer & Witsch/ Argon Verlag

Meine Meinung

Irgendwie beschäftigt mich das Thema Depressionen seit einiger Zeit. Vermutlich weil ich selber schon einmal kurz davor war und das in der Zeit, die eigentlich mit am Schönsten sein sollte. Tatsächlich ist es wahnsinnig erschreckend, dass man es den Menschen nicht anmerkt. Gerade denen nicht, die auf der Bühne stehen und lustig sind, um ein Publikum zu unterhalten.

Krömer bzw. Bojcan lässt die Hosen runter. Da es hier ja, um den Menschen hinter der Kunstfigur, Kurt Krömer, geht. Er erzählt sehr authentisch und sympathisch über seine Zeit mit Alkoholproblemen und Depressionen. Auch schonungslos ehrlich. Denn welcher Mann, würde öffentlich erwähnen, dass er Potenzprobleme und Ängste hatte. Schließlich gesteht man damit Schwäche ein.

Ich finde es gut, dass auch viele Prominente ihre Krankheit nach Außen tragen. Das man sieht, wenn es für Jemanden der im Fernsehen auftritt okay ist, das öffentlich zu zu geben, kann ich das auch. Erschreckender find ich dann eher Aussagen wie: “Warum hat xyz, denn bitte Depressionen? Der hat doch Alles.” Mag sein, aber auch das muss nicht glücklich machen. Wichtig finde ich vorallem, dass gesagt wird, man muss sich Hilfe suchen und es nicht mit sich allein ausmachen.

Wir sind darauf getrimmt zu funktionieren, keine Schwäche zu zeigen und “die Arschbacken zusammen zu kneifen”. Allerdings sollte jedem klar sein, dass genau dieses “Durchhaltevermögen” auf die Psyche geht. Achtsamkeit ist wichtig und leider neigen viele, dazu zähle ich mich durchaus auch, das eigene Wohl zurückzustellen, um zu funktionieren. Vielleicht hilft dieses Buch dem/der ein oder anderen. Ich fand es auf jeden Fall erhellend.

Fazit

Danke für diese Offenheit über Privates Herr Bojcan. Es war aufklärend, authentisch und ich ziehe meinem Hut vor so viel Ehrlichkeit. Ich hoffe, dass dieses Buch Menschen Mut macht und ihnen aufzeigt, dass man Hilfe bekommt, wenn man danach fragt und auch, dass man nicht allein ist damit. Der Autor hat sein Buch selber eingelesen und das macht die ganze Sache noch echter. Von mir gibt es 5 Sterne, einfach weil sie verdient sind.

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