Rezension: Compass #1 – Durch die kälteste Nacht von Brittainy C. Cherry

Rezension: Compass #1 – Durch die kälteste Nacht von Brittainy C. Cherry

Verlag: LYX Verlag
Seiten: 368
ISBN: 978-3736314627

Darum geht es:

Ich habe so lang in der Dunkelheit gelebt, dass ich dein Licht fast vergessen hätte

Als ich Kennedy Lost das erste Mal nach all den Jahren wieder begegnete, hätte ich sie fortschicken sollen. Ich hätte ihr sagen müssen, dass sie nie wieder zurückkommen soll und dass ich sie nicht wiedersehen will, weil ich sie nicht brauche. Aber dann erkannte ich, dass sie kurz vor dem Ertrinken war. Ich sah, dass sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen auf den Grund gezogen wurde. Die Traurigkeit in mir erkannte dieselbe Traurigkeit in ihr, und ich wusste plötzlich, dass nichts auf der Welt mehr zählte, als Kennedy das Gefühl zu geben, dass selbst dieser Teil von ihr es wert ist, geliebt zu werden – auch wenn mein eigenes Herz daran zerbrechen würde …

Cover-/ Textrechte: LYX Verlag

Meine Meinung

Brittainy ist was für die Tränenkanäle und ja, ich weiß das. Allerdings war ich nicht darauf gefasst, dass direkt im ersten Kapitel die Tränen fließen. Oh man.

Man begegnet Kennedy, die mit ihrem Mann Penn auf einer Maklerveranstaltung ist. Als sie auf ihre Tattoo angesprochen wird, hat sie einen Zusammembruch, welchen ihr Mann zum Anlass nimmt, um sich von ihr zu trennen und sie vor die Tür zu setzen. Kennedy kommt bei ihrer Schwester unter, welche ihr ein Haus überlässt, dass ausgerechnet zwischen den Vorzeigetratschanten schlechthin liegt und an einen Wald grenzt, der zum Grundstück eines ziemlich grummeligen Mannes gehört. Jax. Er hat, genau wie Kennedy, auch ein schweres Päckchen zu tragen. Das ganze Getratsche und Getue der Kleinstadtbewohner, nervt in mindestens genauso wie sie oder mich oder wie es auch jeden Anderen nerven würde. Einfach nur furchtbar, aber leider kennt das wahrscheinlich jeder irgendwo her.

Direkt zu Beginn wollte ich Kennedy zuschreien: “Lauf. Das hast du nicht verdient.” Es war das erste Kapitel und sie tat mir so leid, weil sie so einen Mann an ihrer Seite hatte. Einen Mann, der sie nieder macht und in meinen Augen absolut nicht verdient hat. Einen Mann, der sich einen Dreck um ihre Gefühle und ihr seelisches Befinden schert. Dann lernte ich die junge Kennedy kennen, die so viel Eigenheiten besaß und sich überhaupt nicht dafür interessiert, was andere von ihr denken und ich fand sie so toll. Aber ich fand es auch so traurig, was aus ihr geworden war. Erst Jax ruft ein paar dieser Eigenschaften wieder hervor und ich habe es geliebt.

Allgemein liebe ich es in den Büchern der Autorin dabei zu zu sehen, wie die Charaktere zurück ins Leben finden. Man leidet mit ihnen, man freut sich mit ihnen, man lacht mit ihnen und man liebt mit ihnen.

Kennedy und Jax waren wieder zwei Charaktere, die man nur lieben kann. Es geht darum, dass die Beiden zu sich selbst zurück finden. Das sie ihre vergangene Freundschaft neu aufleben lassen, für einander da sind und zukünftig auch Hilfe von anderen annehmen. Sie müssen, Beide, einsehen, dass sie Hilfe brauchen und sich helfen lassen wollen.

Mit den Hintergründe der Figuren hat mich die Autorin wieder eiskalt erwischt und ich verstand es, dass sich die beiden Vorwürfe machten. Es brach mir das Herz.

Fazit

Mit “Durch die kälteste Nacht” gelingt der Autorin ein toller Start in eine neue Reihe. Das ganze Setting ist so toll gewählt, mit der Kleinstadt, den “seltsamen” Nachbarn und den tollen Figuren. Dazu eine Geschichte die wütend macht, aber auch das Herz so sehr berührt, dass mir die Tränen kamen.Mehrfach. Ich bin gespannt auf die weiteren Storys der Reihe. Der Auftakt bekommt von mir 5 Sterne.

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