Rezension: Das Paket von Sebastian Fitzek

Rezension: Das Paket von Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur
Seiten: 368
ISBN: 978-3426510186

Darum geht es:

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, hat große Angst, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

Cover-/ Textrechte: Knaur

Meine Meinung

Durch eine Leserunde kam es dazu, dass ich mich diesem Buch jetzt schon gewidmet habe. Ich war neugierig, denn es versprach ja definitiv spannend zu werden und das war es auch. Zu meckern hab ich aber trotzdem was.

Wie immer schreibt Herr Fitzek wahnsinnig einnehmend und bringt wunderbar die bedrohliche Stimmung rüber. Man fiebert mit und ich hatte einmal mehr bis zum Ende keine Ahnung, wer der Täter war.

In der Handlung geht es um die Psychiaterin Emma, welche in einem Hotelzimmer vergewaltigt und kurzgeschoren wird. Sie glaubt fest daran, dass es “der Friseur” war, welcher schon länger als Serientäter sein Unwesen treibt. Doch die Ereignisse jener Nacht weisen Ungereimtheiten und Unterschiede zu den bisherigen Taten auf, weshalb ihr eher weniger geglaubt wird. Emma allerdings weiß was passiert ist und leidet seit jenem Tag an Angstzustände. Sie zieht sich total aus dem Leben zurück. Doch was hat es mit dem Paket auf sich, das eines Tages bei ihr abgegeben wird und angeblich einen Nachbarn gehört, denn Emma nicht kennt? Warum passieren lauter seltsame Sachen in Emmas Alltag, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen?

Ich fand den Einstieg schon ziemlich krass und danach wurde es nicht besser. Die Handlung konnte mich eigentlich ab dem Beginn von sich einnehmen, ebenso wie Emmas Gefühlsleben. Ich hatte Verständnis für den Großteil ihrer Reaktionen, aber es gibt auch einen Punkt, den ich so gar nicht verstanden habe. Im Mittelteil, wenn es praktisch um Leben und Tod geht, ringt sie mit sich vor die Tür zu gehen. Also an einem Punkt, an dem es absolut notwendig wäre.
Dann macht sie aber etwas, was ich mir nicht einmal ohne ihre Angstzustände erklären kann. Klingt kryptisch, aber ich will nicht spoilern. Also verzeiht mir bitte und greift selbst zum Buch. Allgemein überschlagen sich im Mittelteil die Ereignisse etwas, was mir irgendwie zu viel auf einmal war. Homöopathische Dosen wären vermutlich besser gewesen. Das ist ja aber Geschmackssache.

Fazit

Die Charaktere sind interessant gewählt, ebenso wie der Inhalt der Story. Ich hab das Buch praktisch inhaliert, weil es so spannend war. Trotzdem bleibt das etwas unverständliche Verhalten Emmas im Mitteilteil und die übereilte Handlung. Das sind aber die einzigen Punkte. Ansonsten war es wirklich ein aufregender Lesegenuss. Von mir gibt es schlussendlich 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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