Rezension: Neun Leben – und nur eine Chance die Wahrheit zu finden von Zach Hines

Rezension: Neun Leben – und nur eine Chance die Wahrheit zu finden von Zach Hines

Verlag: Heyne fliegt
Seiten: 368
ISBN: 978-3453272354

Darum geht es:

Neun Leben zu haben statt einem einzigen ist eine riesige Chance. Vor allem, wenn man durch jede Wiedergeburt ein bisschen schöner, klüger und besser wird. Julians Freunde können es gar nicht erwarten, die Schwelle zu ihrem jeweils nächsten Leben zu überschreiten. Doch Julian hat Angst. Seine eigene Mutter wurde in ihrem neunten Leben sehr merkwürdig und verschwand schließlich. Was, wenn einem in Wahrheit mit jedem Tod ein Stückchen vom alten Leben weggenommen wird? Als Julian doch den Sprung ins zweite Leben wagt, sieht er, dass er mit seinen Zweifeln nur allzu recht hat: Er kommt einer riesigen Verschwörung auf die Spur. Einer Verschwörung, die selbst für Menschen mit neun Leben tödlich ist …

Cover-/ Textrechte: Heyne Verlag


Meine Meinung

Manchmal sind Katzen ja echt zu beneiden. Man sagt ihnen Neun Leben nach und umso interessanter klang die Idee, dass dies auch für Menschen möglich sein sollte. Damit hatte mich dieses Buch natürlich. Etwas derartiges schin einmal gelesen zu haben, konnte ich mich auch nicht erinnern. Doch ist es auch gelungen, das Thema gut umzusetzen?

Vom Schreibstil her, war es angenehm zu lesen und stellenweise, wurde auch richtig gut Spannung aufgebaut. Die Todesszenarien waren schonungslos beschrieben und damit konnte mich der Autor, neben der eigentlich genialen Grundidee, auch begeistern. So wirklich positiv wird mein Fazit aber trotzdem nicht.

Zum einen ist da für mich etwas, das mich unheimlich genervt hat. Julian, der Protagonist, war am Anfang noch ein “Held”, einfach weil er anders war und sich nicht beugte, aber er mutierte mit der Zeit zum naiven Weichei. Ich verstehe seine Beweggründe, aber blöd fand ich sein Handeln dennoch. Davon abgesehen, konnte ich nicht nachvollziehen, warum man sich für einen Tod durch Erschießen oder eine andere grausame Art entscheidet, statt in eine Tilgungsklinik zu gehen. Dort wäre es vielleicht gesitterter abgegangen, allerdings spielt hier wahrscheinlich aber der Jugendliche Herdentrieb eine Rolle. Machen ja Alle so.

Wirft die erste Hälfte jede Enge Fragen auf, werden diese zum Großteil in Teil 2 des Buches geklärt. Hier wurde es spannender, aber das Ruder rumreißen konnte es am Ende nicht. Die Grundidee bleibt absolut genial, aber eben mit mangelhafter Umsetzung. Glaubwürdig war es schlussendlich aber auch nicht so ganz.

Wie ich oben schon angemerkt habe, hatte ich auch mit Julian meine Probleme. Ich konnte mich so gar nicht mit ihm anfreunden. Er war so leichtgläubig und das führte, ein ums andere Mal, zum Augenrollen meinerseits. Weshalb ich zwischendurch auch echt die Lust verloren habe. Aber, ich habe tapfer durchgehalten, schon alleine weil ich total neugierig war, wie es denn Ende wird und vermutlich doch noch die Hoffnung hatte, dass sich Julian mausert. Naja, es wurde besser, aber jetzt auch nicht so viel.

Positiv bleibt die Idee in Erinnerung. Es war an sich schon spannend und man will dran bleiben, was aber zu Neunzig Prozent an der Undurchschaubarkeit der Story lag. Für mich war viel Überraschung dabei. Die Umsetzung der Auslöschungen war genial gemacht und ich frag mich, wie man auf so “kreative” Ideen kommt. Wirklich faszinierend und das hielt mich als Leser bei der Stange.

Fazit

Eine, für mich, geniale Grundidee mit mangelhafter Umsetzung. Die Storyhandlung konnte mich nicht so recht überzeugen und mit den Charakteren bin ich einfach so gar nicht warm geworden. Was einfach schade ist, denn es wäre mehr drin gewesen.
Für das Buch spricht, die noch nicht erlebte “Neun Leben” Idee, das düstere Szenario und die Spannung bzw. Unvorhersehbarkeit.
Am Ende überwiegt für mich aber das doch eher maue Gefühl während des Lesens und daher, bekommt es das Prädikat: Kann man lesen, muss man aber nicht. 3 Sterne

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