WERBUNG: REZENSION: Dry von Neal & Jarrod Shusterman

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Verlag: Fischer SauerländerSeiten: 448
ISBN: 978-3737356381

Vielen Dank für das Rezensionexemplar!
Darum geht es:

Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.

Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Bild- und Textquelle: S. Fischer Verlage


Meine Meinung

DRY klang im Klappentext so wahnsinnig gut, dass auch ich, die relativ wenig solche Bücher liest, magisch angezogen wurde. Ich war gespannt, wie dieses Zukunftsszenario rüberkommen würde.

Ich gestehe, dass man überhaupt nicht merkt, dass 2 Autoren in diesem Werk ihre Finger haben. Es wirkt wie aus einem Guss, was natürlich mega ist. Die Stimmung ist wahnsinnig gut eingefangen und es ist definitiv sehr einnehmend geschrieben.

Einblick in die Story gibt es aus verschiedenen Charaktersichten. Das ist natürlich genial gemacht, denn so, gibt es auch verschiedene Ansichten serviert. Man ist, meiner Meinung nach, viel tiefer im Geschehen drin. Dazu kommen ein paar “Einblendungen”, wie es anderweitig aussieht und wie die Leute außerhalb des Kreises der Charaktere mit der Wasserknappheiten umgehen.

Man kann sich die Hitze, die Dürre, den Schweiß und die Verzweiflung richtig gut vorstellen, wenn man plötzlich ohne Wasser da steht. Nix. Null. Nada. Von heute auf morgen. Bist du vorbereitet? Wenn nicht, wie reagierst du? Bekommst du Panik oder bist du besonnen? Die wahre Natur des Menschen zeigt sich in der vermeintlich dunkelsten Stunde. Es gibt solche und solche. Das muss auch Alyssa feststellen.

Ich fand es ziemlich authentisch geschrieben, denn natürlich reagiert man zu Beginn noch mit: “Wird schon werden.” Niemand geht direkt vom Worst Case aus. Allerdings wird recht schnell klar, dass das Wasser nicht so fix wieder fließt, wie es sollte. Die Regierung hat andere Probleme und somit landet man im Szenario: Jeder ist sich selbst der Nächste.

Was mir hier absolut nicht zugesagt hat, war die Tatsache, dass wir direkt an dem Tag landen, wo das Wasser abgestellt wird. Etwas Vorgeplänkel wäre hier vielleicht ganz cool gewesen und niemand, glaube ich zumindest, rastet sofort aus und fängt direkt an zu hamstern und für Unruhe zu sorgen. Die Menschen wären noch im “Morgen ist alles wieder gut” Modus.

Allerdings ist das auch der einzige Punkt, denn danach würde es einfach nur erschreckend gut und realistisch. Ich glaube tatsächlich, dass es im Falle eines Falles genau so ablaufen würde. Das betrifft vor allem die Reaktionen ind Aktionen der Menschen. Bis auf wenige Ausnahmen, würde nach und nach die Menschlichkeit flöten gehen.

Fazit

Ein erschreckend faszinierendes und realistisches Zukunftsszenario wurde hier geschaffen. Absolut authentisch und mit einer Portion realer Grausamkeit wird die Wasserknappheit und deren Folgen für die Menschheit aufgezeigt. Dazu wird schonungslos offenbart, wie sich der Charakter der Menschen der Situation anpasst und wozu sie fähig sind. Für mich kein Highlight, aber ein gutes Buch.

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