Rezension: Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder

Rezension: Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder

Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch
Seiten: 368
ISBN: 978-3733501518

Darum geht es:

Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut – und so berauschend, dass sie süchtig macht

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
So was passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch?

Cover-/ Textrechte: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch

Meine Meinung

Irgendwann und unbewusst, zog wohl dieses Büchlein bei mir ein. Danach lag es lange auf meinem SuB, bis ich es zu einem meiner Challengebücher in 2018 machte. Zum Glück kann ich nur sagen, denn es war wirklich toll.

Der Schreibstil ist wirklich toll. Absolut fesselnd, tiefsinnig, aber auch emotional hat es die Autorin geschafft mich abzuholen. Es gibt die ein oder andere überraschende Wendung und es bleibt wirklich bis zum Ende spannend, ob es ein Happy End geben wird.

Die Autorin erzählt die ganze Story aus Sicht der 17 jährigen Viki, die schon so einiges im Leben durch hat. Die Verhältnis zur Familie ist nicht gerade das beste, aber man arrangiert sich halt. Ich fand sie an sich ziemlich sympathisch und hab meine Zeit gern mit ihr verbracht, auch weil sie nicht auf den Mund gefallen ist. Sie ist Jemand, der Fremde nicht wirklich an sich heranlässt und plötzlich ist da Jemand, der ihre Welt auf den Kopf stellt und der anscheinend etwas vor Viki verbirgt. Was diese glatt in den Wahnsinn treibt.

Nun kommt es, dass Viki , jung und will wie sie ist, bei einer Geburtstagfeier etwas übertreibt und ausgerechnet im Bett des berühmt berüchtigsten Typen ihrer Schule am nächsten Morgen erwacht. Hier treffen Welten aufeinander, denn Jay verkörpert für die junge Frau so ziemlich das Böse. Er ist gut aussehend, hat Geld und ist aufgrund seines Status in einer Schulband bei den Mädchen sehr beliebt. Alles Gründe, warum Viki ihn hasst und eigentlich nix mit ihm zu tun haben will. Wäre da nicht das Problem, dass sie ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Mit den Charakteren kann absolut gepunktet werden. Keiner der beiden Charaktere ist perfekt und beide vertreten ihre Standpunkte klar und deutlich. Genauso, wie man es von einem solchen erwartet. Es wird sich selbst treu geblieben und beide müssen lernen sich zu entwickeln und anderen auch mal zu vertrauen. Gerade für Viki ist das alles andere als leicht.

Man entwickelt während des Lesens eine gewisse Ahnung wohin es sich wohl entwickeln wird und damit kommen wir auch schon zum Knackpunkt an diesem sonst gelungenen Buch. Das Ende kam etwas zu fix. Das was mich interessierte kam mir persönlich zu kurz. Nämlich die Handlung nach einem ziemlichen Ereignis, dass ja doch vielleicht Lebensverändernd ist. Aber gut, kann man nix machen.

Fazit

Wer auf der Suche nach einer tollen Liebesgeschichte mit jüngeren, aber nicht minder interessanten Charakteren ist, kommt hier auf seine Kosten. Liebe ist was für Idioten. Wie mich. Wartet mit Drama, Spannung und Geheimnissen auf. Für mich absolut gelungen daran, das Pakt kommt ohne Kitsch daher. Lest es einfach selbst. Ich fand es wirklich toll.

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