Rezension: Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale

Rezension: Die kleinen Wunder von Mayfair von Robert Dinsdale

Verlag: Knaur
Seiten: 464
ISBN: 978-3426226728

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Entdecken Sie mit Robert Dinsdales “Die kleinen Wunder von Mayfair” Londons einzigartigen Spielzeug-Laden und einen ergreifenden Liebes- und Familien-Roman zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Alles beginnt mit einer Zeitungsannonce: »Fühlen Sie sich verloren? Ängstlich? Sind Sie im Herzen ein Kind geblieben? Willkommen in Papa Jacks Emporium.« Die Worte scheinen Cathy förmlich anzuziehen, als sie nach einer neuen Bleibe sucht. Denn im England des Jahres 1906 ist eine alleinstehende junge Frau wie sie nirgendwo willkommen, zumal nicht, wenn sie schwanger ist – und so macht Cathy sich auf nach Mayfair. In Papa Jacks Emporium, Londons magischem Spielzeug-Laden, gibt es nicht nur Zinnsoldaten, die strammstehen, wenn jemand vorübergeht, riesige Bäume aus Pappmaché und fröhlich umherflatternde Vögel aus Pfeifenreinigern. Hier finden all diejenigen Unterschlupf, die Hilfe bitter nötig haben. Doch bald wetteifern Papa Jacks Söhne, die rivalisierenden Brüder Kaspar und Emil, um Cathys Zuneigung. Und als der 1. Weltkrieg ausbricht und die Familie auseinander reißt, scheint das Emporium langsam aber sicher seinen Zauber zu verlieren …

Cover-/ Textrechte: Knaur

Meine Meinung

Hier haben wir ein Buch, welches viele meiner Bloggerkollegen nicht beendet haben. Ich hab mich trotzdem heran gewagt und sogar bis zum Schluss durchgehalten. Es fiel mir nicht immer leicht, aber im Großen und Ganzen konnte es mich überzeugen.

Es sei gesagt, dass man sich auf die Geschichte einlassen muss. Dieses Buch ist nicht unbedingt etwas für nebenbei und ich kann mir vorstellen (denn so ging es mir auch), dass man etwas anderes erwartet, als man hier zu lesen bekommt. Da der Autor sehr ruhig schreibt, sollte man sich darauf einstellen, dass nicht ständig Action ist. Spannung ist teilweise eher rar, dafür schlägt sie an anderen Stellen umso mehr zu. Man bekommt vor alle eins vermittelt. Eine tolle Welt mit ganz viel Atmosphäre. Ich stand mit staunenden Augen im Emporium und habe die Spielzeuge bewundert, die sich hier finden lassen. Es war magisch, wurde aber im weiteren Verlauf auch immer düsterer und endet Herz zerreißend und mit einem leisen Schimmer. Ich kann es nur schwer beschreiben, denn eigentlich muss man das selbst erleben.

Was fehlt, ist eine gewisse Tiefe der Charaktere. Man begleitet sie schließlich Jahre lang , aber einen richtigen Draht zu ihnen findet man trotzdem nicht. Weder zu Cathy, den Brüdern Emil und Kaspar, Papa Jack. Sie fühlen sich alle irgendwie selbst gegen Ende hin noch fremd an.

Cathy zum Beispiel lernt man mit 16 kennen und schließt das Buch als sie 63 ist. Trotzdem ist es schwierig mit ihr mitfiebern zu können. Ich meine, man hat praktisch ihr ganzes Leben mit ihr verbracht, kann sie aber trotzdem nicht so recht greifen.

Auch wenn dieses Buch anders ist als erwartet, hatte ich zum Schluss das Gefühl, dass der Autor es geschafft hat, am Ende irgendwie doch Alles richtig gemacht zu haben, denn die Geschichte hat mir ja gefallen.

An einer Stelle fiel es mir auch schwer der Geschichte zu folgen, da ich nicht so recht wusste, wie sie jetzt hinein passt. Gegen Ende schließt sich der Kreis, aber eine andere Lösung wäre hier vielleicht auch möglich gewesen.

Fazit

Kein leichtes Buch, aber mir hat es gefallen. Ich hatte nicht wirklich das Bedürfnis es aus der Hand legen zu wollen, auch wenn einige Seiten dazu einladen. In diesem Fall gilt: Probieren und selber herausfinden ob es für einen gemacht ist. Ich bin der Meinung, dass es sich am Ende gelohnt hat.

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