Rezension: Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben von Nadine Roth

Rezension: Bloody Mary – Du darfst dich nicht verlieben von Nadine Roth

Verlag: Sternensand Verlag 
Seiten: 560
ISBN: 978-3906829340

Darum geht es:

»Mein Name ist Mary. Bloody Mary. Sie rufen mich, und ich töte sie. Doch dieses Mal nicht. Er hat mich gerufen. Und das hat alles verändert.«

Im Jahr 1990 wird die sechzehnjährige Mary Jane Wyler von einem Serienmörder auf grausame Art und Weise umgebracht und findet sich in der Totenwelt wieder. Gefangen hinter Spiegeln, wartet sie darauf, dass jemand nach ihr ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Der siebzehnjährige Avian glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles reine Fiktion ist, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber ist sie tatsächlich so blutrünstig, wie die Legende behauptet? Oder steckt hinter der Furcht einflößenden Gestalt nur ein einsames Mädchen, das sich nach Mitgefühl und Wärme sehnt? Avian versucht, zu Mary Jane Wyler durchzudringen, doch er spielt dabei mit seinem Leben.

»In der Welt der Toten gibt es drei Regeln: Zeige keine Gnade, zeige keine Schwäche, zeige keine Gefühle. Ich habe jede einzelne gebrochen.«

Cover-/ Textrechte: Sternensand Verlag

Meine Meinung

Wer kennt nicht die Geschichte um Bloody Mary und wie man sie rufen kann? Natürlich war ich neugierig darauf, was mich wohl erwarten würde. Grob zusammengefasst kann ich sagen, dass ich es gut fand.

Vom Schreibstil her war es wirklich toll. Nadine Roth schreibt anschaulich und sorgt dafür, dass die Geschichte lebendig wird. Stellenweise kommt der Satzbau etwas unrund daher, was den Lesefluss ins Stocken bringt. Hier wäre sicherlich noch etwas mehr drin gewesen.

Was mich nur etwas gestört hat, war die teilweise doch etwas kitschige Lovestory, die ich so nicht wirklich erwartet hatte. Die Mischung aus Horror und Romance hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Die Story ist wirklich gut und es gibt auch ein paar Überraschungen, die man so halt absolut nicht erwartet. Was für mich auch für das Ende gilt.

Auch wenn ich nicht so recht mit allen Charakteren klar kam, passen sie halt. Der Sichtweisenwechsel hilft dabei, sich in den Kopf der Charaktere einzuklinken und ihre Handlungen nachvollziehen zu können. Wobei mir Marys Handlungen leichter nachvollziehbar schienen, als die von Avian. Das ein oder andere Mal konnte ich nur mit Kopf schütteln, aber gut, sowas ist ja Ansichtssache.

Fazit

An und für sich ein gutes Jugendbuch mit interessanter Genrekombination und solider Story, aber mir persönlich teilweise zu Kitsch behaftet (was allerdings Geschmackssache ist). Spaß hatte ich trotzdem, auch wenn mir Avian nicht zu 100% sympathisch und es stellenweise etwas holprig zu lesen war.

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