Rezension: Das Herz der Kämpferin von Adrienne Young

Rezension: Das Herz der Kämpferin von Adrienne Young

Verlag: HarperCollins 
Seiten: 320
ISBN: 978-3959672481

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Sie ist zur Kämpferin erzogen worden, und als Tochter des Clan-Führers würde die siebzehnjährige Eelyn jederzeit ihr Leben für ihre Familie und ihre Freunde geben. Während einer Schlacht gegen die verfeindeten Riki traut sie ihren Augen nicht. Denn Eelyn sieht ihren tot geglaubten Bruder – wie er an der Seite eines kühnen Riki kämpft. Weder ein Pfeil im Arm noch ein Schwerthieb könnte Eelyn so schwer treffen wie der Verrat ihres Bruders. Sie selbst würde sich niemals mit dem Feind verbünden. Auch nicht, wenn sie sich verliebt. Und selbst dann nicht, wenn es den Untergang der Clans bedeutet. Oder?

Cover-/ Textrechte: HarperCollins

 

Meine Meinung

Sowohl Cover als auch Klappentext reizten mich an diesem Buch und machten mich mehr als nur neugierig auf die Story dahinter.

Ein wirklich gelungenes Debüt, das mit einem tollen Schreibstil daher kommt und zu begeistern weiß. Zumindest ging es mir so. Es war teilweise anders als erwartet und ab der Mitte erahnte ich etwa wie es weitergehen würde. Trotzdem wurde es nicht langweilig, denn Tempo und Inhalt der Story sind einfach mega gelungen.

Das Setting stellte ich mir in Neuseeland oder Norwegen vor, denn es passte landschaftstechnisch einfach wie die Faust aufs Auge. Wild, zerklüftet und mit Bergpässen, die im Winter nicht begehbar sind. Es erinnert an Wikinger und Clanfehden zu jener Zeit. Einfach ein Thema, das mich absolut packen kann. Gerade auch diese Parallelen zum jenem Volk, machte das Ganze für mich auch authentisch und wahnsinnig greifbar.

Die Charaktere sind toll gewählt und schleichen sich jeder so nach und nach ins Herz. Man trifft auf die knallharte Kriegerin, der ihre Familie und ihr Volk die Aska über Alles geht, und die stur sein kann, wie ein Maultier. Die Rede ist von Eelyn. Sie, und das gilt wohl auch für die Kinder aller anderen Völker, wurde damit groß, dass die Mitglieder der Völker Aska und Riki Feinde sind. Umso schockierender für sie, dass sich ausgerechnet ihr totgeglaubter Bruder jenem Volk angeschlossen hat. Doch wie kam es dazu und wird Eelyn diesen Verrate überwinden können? Und was wäre, wenn sich sowohl die Aska als auch die Riki plötzlich einem gemeinsamen Feind gegenüber sehen? Kann dies die beiden verfeindeten Völker verbinden? Auf jeden Fall, müssen Entscheidungen und Kompromisse beschlossen werden. Nicht nur für die Völker, sondern auf für Eelyn. Doch kann man diesen Kompromissen auch trauen?

Fragen über Fragen, die sich klären, wenn man zu diesem tollen Buch greift. Was mich auch fasziniert hat, war die Leidenschaft der Völker. Ihr Kampf, ihre Aufopferungsbereitschaft, ihr Vertrauen. Klar sie sind alle so groß geworden und kennen es nicht anders, aber trotzdem war es ….Wow. Die Gefühle, der Hass, alles kam einfach immer absolut überzeugend, aber gewisse Sachen auch etwas überraschend.

Die kleine, aber feine Liebesgeschichte kommt relativ schleichend daher, bleibt aber auch meist im Hintergrund und ja, vielleicht hab ich mich das ein oder andere Mal mit Herzchen in den Augen gesehen.

 

Fazit

Ein gelungenes Buch, das trotz seiner Vorhersehbarkeit, durch Setting und Charaktere punkten konnte. Gern mehr davon.

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