Rezension: Höllenkönig James Abott

Rezension: Höllenkönig James Abott

Verlag: Penhaligion
Seiten: 608
ISBN: 978- 3764531997

Quelle Cover, Klappentext und Textstellen: RandomHouse/ Penhaligon

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

Darum geht es:

Er war auserkoren, das Königreich zu regieren. Nun herrscht er über das grausamste Gefängnis der Fantasy.

Am Gipfel eines verschneiten Berges gelegen, inmitten einer todbringenden Einöde, liegt die Höllenfeste – ein unmenschliches Gefängnis, in dem die schlimmsten Verbrecher der Welt in lebenslanger Haft eingekerkert sind. Doch es sind nicht die Wachen, die die Macht über das Gefängnis in den Händen halten. Es ist der geheimnisvolle Höllenkönig, der die rivalisierenden Häftlinge kontrolliert. Was niemand weiß: Höllenkönig Xavier ist der einzige Verbrecher, der sich freiwillig in Ketten legen ließ. Welches entsetzliche Geheimnis hütet er – und was steht in der geheimen Botschaft, die den Höllenkönig plötzlich seine Ketten sprengen lässt?

Meine Meinung

Ich will ehrlich sein. Als ich dieses Buch sah, wusste ich, dass ich es haben muss. Nicht nur das Cover ist absolut meins, sondern auch der Klappentext. Es klang düster. Es klang blutig und somit hab ich es klar und deutlich meinen Namen rufen hören.

Die ersten Seiten kamen und ich habe festgestellt: Dieses Buch ist nichts für Zwischendurch und ich habe mir nach den ersten 80 Seiten die Frage gestellt: Ist das wirklich was für mich? Es fehlte etwas der Schwung und die Spannung. Ich gestehe, der Höllenkönig wurde für 2 Wochen auf die Seite gelegt. Allerdings schlug dann erneut seine Stunde, denn ich wagte mich an einen Zweitversuch. Zum Glück, wie ich sagen muss, denn mir hat es nach und nach besser gefallen.

Am Anfang erfährt man relativ viel über mitwirkende Personen , aber nur wenig (und damit mir zu wenig) über die so genannte Höllenfeste. Angeblich schwer ausbrechbar usw, ging es dann doch relativ flott mit Plan und Umsetzung. Mir ging es zu flott.  Es war so unspektakulär. ich hat hier mit einem lauten Knall oder etwas beeindruckenderem gerechnet. Hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Es bildet sich ein Truppe, die sich dafür einsetzt ihr Land von einem König zu befreien, der es zu ruinieren droht. Er tötet und verfolgt Gläubige.  Die Atmosphäre und auch die komplette Szenerie bleiben düster, was ich wirklich mochte, passte es doch zu der ganzen Story, die eben nicht von eitel Sonnenschein handelt, sondern von Intrigen und Verrat.

Zur Rettung des Königreichs wird eine Streitmacht gebraucht und genau diese gilt es jetzt aufzubauen. Also begibt man sich auf die Suche nach Verbündeten und Rebellen.  Es gilt sich Gefahren zu stellen, Rache zu üben und diplomatisches Geschick zu beweisen.  Was der eine hat und der andere, nun ja, ist nicht so fürs reden gemacht, sondern eher fürs Handeln.

Was die Protagonisten angeht, konnte mich gerade die männlichen Charaktere begeistern. Gerade Xavier ist ein Mann der Tat und mit Leibe und Seele Soldat. Sein “Verrat” und der Tod seiner Brüder der Sonnenkohorte, hat ihn gezeichnet. Trotzdem verdient er Respekt, auch wenn der Großteil seiner Gedanke nur aus Rache besteht. Rache an denen die für sein Schicksal und den Tod vieler Unschuldiger verantwortlich sind. Auf seinem Weg zeigt er keine Gnade und mit ihm und den anderen befinnt das große Blutvergiessen.

Die weiblichen Hauptfiguren rundete die Gruppe gut ab und vor allem, gaben sie den Männern Paroli. Wobei Lupara ein anscheinend ziemlich inetressantes Leben hat, über das ich gern mehr erfahren hätte. Auch auf ihre Vergangenheit bezogen.

Hier fehlte es etwas an Tiefe bei den Figuren. Man konnte sich recht wenig in sie hineinversetzen. Wobei man noch den besten Einblick in Xavier bekam, denn zu ihm gibt es ab und zu Rückblenden. Der Rest allerdings bleibt eher etwas grau.

Nach der Flucht aus der Höllenfeste dreht sich alles um Strategien, Rache und blutige Kämpfe. Genau mein Geschmack. Die fehlende Liebesbeziehung habe ich nicht vermisst und sie tat der Geschichte keinen Abbruch. Wenn Spannung da war, war sie teilweise geradezu greifbar und ich habe Seite um Seite verschlungen.

 

Fazit

Trotz Anlaufschwierigkeiten, haben Xavier Argentum, seinen Mannen und ich schließlich zueinander gefunden. Man braucht zu Beginn Durchhaltevermögen, aber meiner Meinung nach lohnt sich auch genau das. Spannung, Blut und eine ordentlich Portion Rache habe dafür gesorgt, dass ich mich doch noch mit dem Höllenkönig anfreunden konnte. Mehr Charaktertiefe wäre toll gewesen, aber für mich haben sich letzten Endes die 600 Seiten defintiv gelohnt.

 

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