
Werbung: Rezension: Guilty Pleasure von Linda Schipp
Verlag: Heyne Verlag 
Seiten: 401
ISBN: 978-3641341787
Das erwartet euch:
Ein Hotel für alle, die etwas suchen oder sich (vor etwas) verstecken.
Hotel Guilty Pleasure ist weltberühmt. Das Luxusresort erfüllt dem obersten Prozent geheime Wünsche – ohne Tabus und mit höchster Diskretion. Nicht mal die erlesenen Gäste kennen den Standort. Erbaut auf einer tropischen Insel, ist das Hotel komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Für fünf Gäste scheinbar die perfekte Gelegenheit, um ihren persönlichen Begehren freien Lauf zu lassen. Dabei wissen sie nicht, dass ihre Machenschaften von einem Kamerasystem beobachtet werden. Und in ihren kühnsten Albträumen hätten sie sich nicht ausmalen können, dass dieses System die Geschehnisse im Hotel online streamt. Als brutal-reale Reality Show. Live. In die ganze Welt.
Niemand kann sie kontaktieren. Niemand kann sie aufhalten. Und die Hotelgäste sind im Begriff, vor den Augen aller entsetzliche Verbrechen zu begehen.
Cover-/ Textrechte: Heyne Verlag
Meine Meinung
Zoe startet im Hotel LaDope als Maid, also Zimmermädchen. Sie hat etwas zu verbergen und ich war gespannt darauf zu erfahren, was das war. Klar war recht schnell, dass sie auf der Flucht vor etwas oder Jemanden war znd das ihr Plan schon fast direkt bei ihrer Ankunft scheitern könnte. Allerdings geht dies gut und sie bringt sich im weiteren Verlauf ohne es zu wissen in wahnsinnige Gefahr.
Denvers Schwester starb bei einem vermeintlichen Unfall und er ist als ihr Rächer unterwegs. Er weiß, das mehr hinter Lias Rod steckt. Er landet somit ebenfalls im Hotel LaDope. Er will den Verantwortlichen, der sich freikaufen konnte, überführen.
Amal ist der Assistent des TV Gesichts Morgan O’Hara. Sein Chef ist ein echter …. den es ebenfalls ins Hotel verschlägt und der nach einem ganz “besonderen” Erlebnis sucht. Amal versucht das abartige Verhalten seines Chefs auf seine eigene Art und Weise wieder gut zu machen, auch wenn das tatsächlich einfach nur eine Luftnummer ist. Schließlich zieht er seit Jahren mit und deckt die grausamen Machenschaften.
Jamie Tesper bewirbt sich bei einer Firma, welche das innovativste, intelligenteste und technologisch fortschrittlicheste Überwachungssysteme der Welt ist. Sie “sichern” sozusagen die Räumlichkeiten im LaDope und machen auf Verstöße aufmerksam. Das fand ich eine absolut geniale Idee und liebe die Umsetzung.
Und dann ist da noch Camden. Welche Rolle er spielt, offenbart sich erst so nach und nach.
Joah. Das war ein gute, aber auch verwirrende Achterbahnfahrt der Gefühle.
Ähm. Fangen wir damit an, dass den Lesenden also 5 verschiedene Perspektiven erwarten. Soweit so gut. Gerade eben auch weil jeder eine eigene Rolle spielt im ganzen Stück und es wichtig ist immer zu erfahren, was bei den anderen so los ist, um am Ball bleiben zu können. Gerade der Blick aus der Sicherheitszentrale war spannend.
Das Hotelsetting fand ich interessant, aber für die absolute Vorstellung vorm geistigen Auge fehlte mir irgendwie was.
Die Charaktere sind auf jeden Fall in den wenigsten Fällen was sie zu sein scheinen und um ehrlich zu sein, hatte ich gegen Ende dann den ein oder anderen Knoten in der Hirnwindung. Ein Großteil der Offenbarungen kommt nämlich erst, wenn man denkt: “Okay. Das war’s. Alles soweit geklärt. Aber wieso zeigt mein Reader noch 50 Minuten Lesezeit?”
Nun, die braucht es um das große Ganze schlussendlich zu offenbaren. Das hat es in sich.
Fazit
Mir hat die Idee mit der geheimen Liveübertragung echt gut gefallen und gerade die Umsetzung der heimlichen Kameras fand ich spektakulär. Die Handlung selbst passte für mich auch im Großen und Ganzen, nur die Verstrickungen bzw. Aufdröselung am Ende, also wer mit wem, warum, wieso, weshalb usw. haben mich echt Nerven und Hirnschmalz gekostet. Am Ende weiß ich ehrlich gesagt noch immer nicht, ob ich es für mich richtig verstanden habe. Da mich der Rest aber wirklich überzeugen konnte, gibt es 4 Sterne von mir
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