
Werbung: Rezension: Du weisst nen Schei* über Sterne von Petr Hanel
Verlag: Anthea 
Seiten: 424
ISBN: 978-3899984583
Ab 12 Jahre
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Das erwartet euch:
Marky, 17, versucht in einer Welt zurechtzukommen, die Härte belohnt und Sensibilität als Schwäche liest. Seine Familie kämpft mit Schulden, Freundschaften kippen, die erste Liebe wird kompliziert – und Social-Media-Mythen über Männlichkeit ziehen ihn in eine gefährliche Richtung, in der toxische Männlichkeit zur vermeintlichen Lösung wird. Du weißt nen Scheiß über Sterne ist ein radikal ehrlicher Coming-of-Age-Roman über Scham, Sehnsucht, digitale Überforderung – und den Mut, weich zu bleiben. Roh, poetisch, direkt – ein Generationsroman für Jugendliche und Erwachsene.
Cover-/ Textrechte: Anthea
Meine Meinung
Marky wächst in einem Umfeld auf in dem Schwächen nicht gern gesehen werden. Darunter versteht man Sensibilität und Emotionen zum Beispiel. Es gilt immer den “Harten” zu markieren.
Als Marky auf Val trifft, ist er im ersten Moment eingeschüchtert von ihr. Sie ist auf einer Privatschule und die Eltern haben Geld. Er geht auf eine Öffentliche Schule und seine Eltern haben Schulden. Nicht gerade die besten Voraussetzungen und dennoch wagt er den Schritt. Ich fand hier sowohl die Annäherung als auch die weitere Entwicklung wirklich authentisch und gut getroffen.
Marky gibt Alles um Val zu gefallen und schießt damit etwas übers Ziel hinaus. Aber Val macht es ihm gefühlt nicht unbedingt einfach. Ich hab durchaus verstanden, dass Marky nicht so ganz klar war, ob sie jetzt etwas für ihn empfindet oder nicht. Beide versuchen sehr lange auch rauszufinden wer sie selbst überhaupt sind. Wobei Marky in die toxische Medienwelt reinkommt und Val zu wenig hinterfragt.
Marky ist sehr authentisch. Er ist nett, aber auch anstrengend und widersprüchlich. Man merkt die Unsicherheit aufgrund des fehlenden Geldes Zuhause. Dann auch das Mitziehen wollen, was Klamotten, Handy, Party machen usw. angeht. Dafür verdient er sich was nebenbei. Er hat Freunde die ehrlich zu ihm sind, aber auch da wird sich gegenseitig stellenweise die Taschen vollgehauen, um cool dazustehen. Es gilt eben herauszufinden wer man ist und was man will. Das ist meiner Meinung auch normal in dem Alter und gerade sich dann selbst treu zu bleiben ist schwierig.
Die Story an sich fand ich gut, aber irgendwie auch etwas sprunghaft. Ich hatte gelegentlich das Problem nicht zu wissen, was genau und ob mir was entgangen war. Zwischendrin wechselte auch mal die Sicht, was mich vollkommen irritiert hat.
Das Buch glänzt aber auch mit vielen authentischen Momenten. Der erste Joint, die erste intensive Liebe, der erste tiefgehende “Liebekummer”, das “stalken” des Instagramprofils um mehr zu erfahren, die Unsicherheiten, Hilfe suchen im Internet im richtigen Umgang mit dem anderen Geschlecht und noch ein paar Dinge mehr. Die absolut erwähnenswert sind, denn nicht Alles ist richtig, gut und was es zu sein vorgibt in Internet.
Fazit
Keine einfaches Buch, aber auf jeden Fall ein sehr authentisches. Stellenweise bekommt man Story und Charaktere nur schwer zu greifen und das machte es mir nicht unbedingt einfach dran zu bleiben. Die Handlung versucht definitiv wichtige Punkte zu vermitteln, aber in der Umsetzung hängt es für mich leider etwas bzw. war es etwas zu kompliziert umgesetzt meiner Meinung nach. Am Ende gibt es 4 Sterne von mir
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