Rezension: Projekt DreamWalker #1 – Die Schatten von Christoph Zachariae

Rezension: Projekt DreamWalker #1 – Die Schatten von Christoph Zachariae

Verlag: Self Publishing
Seiten: 454
ISBN: 979-8788316659

Darum geht es:

Traumforscher Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu schicken: Projekt DreamWalker.

Seine fünfzehnjährige Tochter Isabellaist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden.

Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf. Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken?

Cover-/ Textrechte: Christoph Zachariae

Meine Meinung

Der Autor selbst hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und ich war aufgrund der Thematik wahnsinnig gespannt, wie es mir gefallen würde.

Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor in der Berliner Charité und will  Wachkomapatienten aus ihrem Zustand helfen. Seine Methode ist es,  sich in die Träume der Menschen zu transportieren, aber leider fehlt noch der Durchbruch. Seine Tochter Isabella meidet laute Geräusche, viele Menschen und schottet sich mehr oder weniger von ihrer Umgebung ab. Ihr Vater bindet sie in seine Forschungen mit ein und versucht sie auszubilden. Schließlich wird Dr. Lem aber selbst Wachkomapatient und eventuell ist Isabella seine einzige Rettung. Allerdings steht diese ja noch ganz am Anfang ihrer Ausbildung zur DreamWalkerin. Das mindert allerdings nicht ihren Drang, ihren Vater aus seinem Zustand zu befreien. Kann sie trotz mangelnder Erfahrung, ihrem Vater zurück ins Leben helfen?

Die Story ist die meiste Zeit eher ruhig, hat aber auch aufregende und spannende Momente. Definitiv mal was anderes und in keiner Weise langweilig. Allerdings muss man natürlich auch ein gewisses Interesse am Thema einfach mitbringen, nur dann wird einen die Story einnehmen. Ich find das Ganze gut rüber gebracht und konnte dem Verlauf auch super folgen. Die Träume und deren Inhalte fand ich toll dargestellt. Sie entstanden vor dem geistigen Auge und das ist für mich ein echter Pluspunkt.

Ich träume ja tatsächlich manchmal auch sehr real und bin mir dann nicht sicher, ob Realität oder Traum dahinter steckt. Stellt euch vor, ihr könntet so etwas mit anderen Träumenden teilen. Den Traum verändern und anpassen. Ich fand es faszinierend, aber irgendwie auch gruselig. Wenn es allerdings tatsächlich dabei unterstützen könnte, Menschen zu helfen, wäre das ja schon…. Wow. Ich mag die Idee dahinter.

Zu den Charakteren kann ich ehrlich gesagt nicht so viel sagen. Sie wirken sympathisch und ich fand auch Isabella mit ihrem Autismus gut dargestellt. Ihre “Eigenheiten” waren super beschrieben. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und ich mochte, wie sie sich dafür einsetzt ihrem Vater zu helfen, auch wenn Gefühle sonst eher nicht so ihre Sache sind. Zumindest in der Realität.

Fazit

Absolut mal was Anderes und eine tolle Idee. Der Schreibstil ist hier und da ausschweifend, was aber natürlich im Bezug auf Erklärungen ein Plus ist. Bei anderen Sachen eher nicht, aber das bleibt in der Minderheit. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist das, dass die Beschreibungen dafür sorgen, dass Bilder vor dem geistigen Auge entstehen. Es ist im Großen und Ganzen ein interessanter, informativer und spannender Auftakt. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird. 4 Sterne und ich rate Interessenten erstmal zur Leseprobe, um rauszufinden, ob das Thema einen anspricht.

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