Werbung: Rezension: Als die Welt uns gehörte von Liz Kessler

Werbung: Rezension: Als die Welt uns gehörte von Liz Kessler

Verlag: FISCHER KJB
Seiten: 304
ISBN: 978-3737342568

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Über die Hoffnung in dunkelsten Zeiten

Wien, 1936. Drei Freunde – Leo, Elsa und Max – verbringen einen perfekten Tag auf dem Jahrmarkt zusammen. Ein Foto, aufgenommen im Riesenrad des Praters, wird sie immer an diesen Moment der Freude und der Leichtigkeit erinnern. Die ganze Welt scheint ihnen zu gehören! Doch bald darauf versinkt diese Welt um sie herum in Dunkelheit und reißt sie grausam auseinander.

Leo muss sich auf die Hilfe von Fremden verlassen, um der wachsenden Bedrohung für Juden zu entfliehen.

Elsa wird wie Leo verachtet, einfach weil sie ist, wer sie ist. Wo kann sie noch sicher sein?

Max stellt plötzlich fest, dass erTeil der Gefahr ist, der seine Freunde so verzweifelt zu entkommen versuchen.

Cover-/ Textrechte: FISCHER KJB

Meine Meinung

Der Titel machte mich in diesem Fall neugierig und der Klappentext gab den ausschlaggebenden Impuls zum Lesen. Tatsächlich war es auch so gut, berührend und wertvoll vom Inhalt her, wie ich es mir erhofft hatte.

Die Geschichte beginnt 1936 und zeigt den bis dahin schönsten Tag im Leben der drei Freunde Max, Leo und Elsa. Leo feiert seinen neuen Geburtstag mit seinen besten Freunden mit einer Runde auf dem Prater in Wien und einem Stück Sachertorte anschließend. Keiner der drei ahnt, dass sich nach und nach viele für die Freunde ändern wird. Als erstes zieht Elsa Ende 1937/ Anfang 1938 mit ihren Eltern aus Wien weg. Sie fühlen sich als Juden nicht mehr sicher und versuchen sich ein neues Leben in Prag aufzubauen. Ende 1938 ziehen Max und seine Familie nach München, da der Vater zum SS-Obersturmführer, ernannt wird. Max fügt sich gut in seine neues Leben und die neue Gemeinschaft ein. Leo und seine Familie bleiben. Bekommen aber recht schnell die Auswirkungen der neuen Machtgefüge zu spüren. Leider ergreifen sie erst die nötigen Mittel als der Vater schon “einkassiert” wurde. Immerhin Leo und seine Mitter schaffen es nach jeder Memge Schwierigkeiten, das Land zu verlassen. Werden sich die drei Wiedersehen? Wenn ja, unter welchen Umständen?

Jede Geschichte in der es um Krieg und Verfolgung geht ist es wert niedergeschrieben zu werden, damit sich Jeder ins Bewusstsein rufen kann, wie es damals war und wie es nie wieder sein sollte.

Man sieht was Neid anrichten kann. Was Hass erreicht. Wie er es schafft, wegen eines Glaubens zum Aussätzigen zu werden. Wie aus Nachbarn, Partnern und Freunden, Leute werden, die Alles versuchen, um dich niederzumachen.

Alles beginnt mit einem Tag, als die Drei dachten, dass die Welt ihnen gehören würde. Man geht mir ihnen durch die Jahre von Anfang bis Ende. Man erlebt was sie erleben und wie sie sich entwickeln müssen. Die traurigste Entwicklung macht dabei Max durch. Im Gegensatz zu Elsa und Leo, geht es ihm gut. Er hat Anschluss, ist einer der Besten, darf zur Schule gehen und auch Freizeitaktivitäten nachgehen. Im Gegensatz zu den beiden anderen, ist Max nämlich kein Jude.

Elsa muss mehrfach flüchten und landet schlussendlich im KZ. Ihr Schicksal hat mich am Meisten berührt. Es tat mir einfach in der Seele weh zu sehen, wie sehr sie leiden musste und sich trotzdem mit ihrer Situation “arrangiert” hat. Zumindest zeitweise.

Leo lebt in England und wartet auf die Rückkehr seines Vaters. Immerhin geht es ihm dort relativ gut und sie werden nicht mehr verfolgt.

Max ist ebenfalls in Auschwitz, aber unter anderen Bedingungen als Elsa.

Drei Kinder die mal Freunde waren und durch die Politik, sowie deren Ausrichtung getrennt werden. Wieviel ist Freundschaft wert? Auf wen kann man sich verlassen?

Fazit

Ein wirklich gutes Buch, dass mich mitreißen konnte. Wahrscheinlich auch dadurch, dass dieses Buch auf einer wahren Geschichte beruht. Man erlebt die Kinder von Vorkriegszeit an. Man wächst mit ihnen. Man sieht das Strahlen am schönsten Tag ihres Lebens. Man spürt die Trauer während der Krieg ausbricht. Man bekommt die Angst, welche Juden erlebt haben gezeigt. Auch wenn dieses Buch für jüngeres Publikum ausgelegt ist, hält es sich nicht zurück zu zeigen, was damals passierte. Die Autorin beschreibt die Stimmunhen jeweils sehr gut und durch die Wechsel der Sichtweisen wird Alles noch realer. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung für dieses Buch.

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