Werbung: Rezension: Der 13. Mann von Schwiecker/ Tsokos

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Verlag: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Seiten: 338
ISBN: 978-3426528440

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Ein Mord führt Anwalt Rocco Eberhardt und Rechtsmediziner Justus Jarmer auf die Spur eines erschütternden Sozial-Experiments: der 2. Justiz-Krimi des Bestseller-Duos Florian Schwiecker & Michael Tsokos bietet erneut Hochspannung kombiniert mit außergewöhnlichen Insider-Einblicken!

Rocco Eberhardt kann kaum glauben, was den unscheinbaren Timo Krampe in seine Anwaltskanzlei führt. Timo wollte mit seinem Freund Jörg einen Skandal von enormer Sprengkraft aufdecken, doch nun ist Jörg verschwunden. Ermordet, wie Rechtsmediziner Justus Jarmer angesichts der Wasserleiche auf seinem Tisch vermutet. Und auch Timos Leben scheint in Gefahr, denn seine Enthüllung ist wahrlich brisant: Im Rahmen des Granther-Experiments hatten Berliner Jugendämter noch bis 2003 Pflegekinder bewusst an pädophile Männer vermittelt – auch Timo und Jörg. Und die Verantwortlichen sitzen inzwischen an den Schalthebeln der Macht …

Cover-/ Textrechte: Verlagsgruppe Droemer Knaur

Meine Meinung

Nach einem gelungenen Auftakt war ich gespannt, wie sich Fortsetzung schlagen würde. Im Großen und Ganzen kann sie mit dem ersten Teil mithalten und überragt ihn sogar etwas.

Zusammen mit einer Journalistin taucht Timo Krampe in  Eberhardts Kanzlei auf. Es geht um seinen Freund Jörg Grünwald. Dieser ist verschwunden. Beide wollen einen ziemlich brisanten Fall an die Öffentlichkeit bringen und Krampe vermutet nun, dass seinem Freund etwas zugestoßen ist. Zu Behörden hat er aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit kein Vertrauen. Daher der gang zum Anwalt. Eberhardt macht sich schlau und stößt auf einen Toten, bei dem es sich um Grünwald handeln könnte. Doch ist er wirklich der Tote? Und wenn ja, war es Selbstmord, ein Unfall oder doch ein Verbrechen?

Ich weiß gar nicht so recht was ich zur Story sagen soll. Das Schicksal um Timo Krampe und Jörg Grünwald war absolut schockierend. Ich gebe zu vorher noch nie davon gehört zu haben und finde es einfach nur total widerlich und erschreckend, dass so etwas gemacht wurde. Wie kann man Kinder, die sowieso schon traumatisiert sind, wissentlich in eine absolut toxische Umgebung vermitteln? Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

Der Fall ist weniger blutig, sondern eher sehr politisch aufgebaut, was ihm aber keineswegs die Spannung nimmt. Für mich machte es der Fall so interessant, dass ich dran bleiben wollte. Einfach um zu erfahren, ob einer der Mitwisser/ Mittäter am “Experiment”, ein hochrangiger Politiker, noch zur Rechenschaft gezogen werden kann. Und um zu erfahren, ob wenigstens einem der Opfer noch Gerechtigkeit widerfährt. Immerhin kommt das Ganze an die Öffentlichkeit, was schon Mal ein großer Erfolg ist.

Allerdings kommt es auch noch zu einer Wendung kurz vor Schluss, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte. Das hat noch Mal ordentlich Auftrieb gegeben. Der Überraschungseffekt war definitiv auf Seiten der Autoren.

Eberhardt tritt dieses Mal als Nebenkläger auf und der Leser erfährt etwas über seine Vergangenheit. Also bekommt man auch einmal einen weiteren Einblick in sein Leben. Jarmer gefällt mir mit seiner sachlichen Art und ist ein absoluter Gewinn in dieser Reihe. Zusammen mit Eberhardt und dessen Freund Baumann ein tolles Ermittlerteam.

Fazit

Eine spannende Fortsetzung, die auf dem Kentler Experiment beruht. Was das angeht bin ich noch immer fassungslos, wie man so etwas mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Sofern man denn eines hat. Ein brisanten Thema, gut aufgearbeitet, allerdings auch mit einer etwas konstruierten Beeweisfindung. Das ist auch der Punktabzug in diesem sonst gelungen Buch. 4 Sterne für den zweiten Fall von Jarmer und Eberhardt.

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