Rezension: Das Jahr der Hexen von Alexis Henderson

Rezension: Das Jahr der Hexen von Alexis Henderson

Verlag: Festa Verlag
Seiten: 528
ISBN: 978-3865529114

Darum geht es:

In Bethel ist das Wort des Propheten Gesetz. Allein Immanuelles bloße Existenz durch die Liebe ihrer Mutter zu einem Fremden ist Gotteslästerung.
So wie alle anderen Frauen in der Siedlung führt Immanuelle ein Leben der Unterwerfung und absoluten Hingabe.
Doch dann betritt sie die verbotenen Dunklen Wälder, die Bethel umgeben. Sie werden von den Geistern von vier Hexen heimgesucht. Diese machen Immanuelle ein außergewöhnliches Geschenk: Das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter …
Fasziniert von den geheimnisvollen Aufzeichnungen, fällt es Immanuelle schwer zu verstehen, weshalb sich ihre Mutter mit den mächtigen Hexen verbündete. Bis sie die grausame Wahrheit über den Heiligen Krieg des ersten Propheten erfährt, bei dem unzählige Frauen und Mädchen missbraucht, gefoltert und verbrannt wurden.

Cover-/ Textrechte: Festa Verlag

Meine Meinung

Ich war mehr als gespannt auf dieses Buch, bin aber mit etwas gemischten Gefühlen rangegangen. Ich hatte verschiedene Meinungen mitbekommen und war gespannt, wo ich mich einreihen würde. Was ich abschließend für mich selbst sagen kann: Zu wenig Hexen und für mich auch kein Thriller.

Wir begegnen Immanuelle in einer von Männern dominierten Gemeinschaft. Es gibt einen Propheten und dieser ist das Oberhaupt. Seine “Herde” hat sich unterzuordnen. Meines Erachtens nach, haftete der ganzen Sache etwas sektenhaftes an. Jedenfalls lebt die Gemeinschaft abgeschnitten und für sich an den Rändern des dunklen Waldes. Dort haust das Böse und es ist verboten den Wald zu betreten. Immanuelle ist absolut von dem Glauben gefangen genommen, den der Prophet predigt. Alles ist gut, okay und richtig so. Wo ich eigentlich nur den Kopf geschüttelt habe die ganze Zeit. Aber, trotz allen Glaubens, übt der Wald eine ziemliche Anziehung auf das junge Mädchen aus. Als sie eines Nachts den Wald betritt, setzt sie etwas in Gang…

Ich kam an sich eigentlich ganz gut in die Story rein und es las sich auch recht schnell weg. Allerdings brauchte es etwas, um in Schwung zu kommen. Das ist aber durchaus okay, denn langweilig wird es trotzdem nicht. Man könnte über die Ansichten zu jener Zeit Kotzen, aber es passt in das Bild, welches man dazu hat. Auch die Stimmung und das Setting hat die Autorin für meinen Geschmack gut umgesetzt und es spiegelt sich auch super wieder.

Immanuelle ist ein interessanter Charakter, welcher durch die “Sünden” ihrer Eltern in der Gemeinschaft heraussticht. Sie lebt die Religion, aber man merkt, dass sie immer mal wieder versucht daraus auszubrechen. Dafür nehme man her, dass sie nicht alle angeblichen “Sünden” beichtet oder dass sie trotz Verbor den Wald aufsucht. Damit setzt sie auch etwas in Gang, gibt sich dann aber Mühe, es gerade zu biegen.

Fazit

Wer hier Thrill  sucht, tut dies, meiner Meinung nach, etwas vergeblich. Ich hatte da echt mehr erwartet, aber eben auch mehr Hexen. Deren Anteil ist einfach zu gering. Mitreißend fand ich die Story aber dennoch, weshalb sich das Lesen für mich durchaus gelohnt hat. Für den fehlenden Thriller- und Hexenanteil gibt es allerdings einen Stern Abzug von mir. Somit also 4 Sterne und leider keine eindeutige Leseempfehlung.

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