Rezension: Drahtzieher und Dunkelmänner #1 – Mit Schwert, Magie und dem Segen der Weberin von Jürgen W.W. Modlich

Rezension: Drahtzieher und Dunkelmänner #1 – Mit Schwert, Magie und dem Segen der Weberin von Jürgen W.W. Modlich

Verlag: SP
Seiten: 516
ASIN: B089T6ZPCL

Darum geht es:

Das Reich Castellia, vom eisigen Norden bis zu den dampfenden Wäldern des Südens, von der Regeninsel im Westen bis zu den einsamen letzten Inseln im Osten, von den Gipfeln der Platinberge bis zu den tiefen Gruben und finsteren Katakomben, wird beherrscht durch Schwert und Magie. Seine Völker liegen im fortwährenden Kampf miteinander und daher ist der respektable Beruf eines Rüstungs- und Waffenschmieds hochangesehen im ganzen Land.

Der Bursche Alrik aber will das ehrbare Handwerk auf gar keinen Fall erlernen, sehr zum Verdruss seines alten Meisters. Alriks Talente – zumindest ist er selbst dieser Überzeugung – liegen im Bereich der Zauberei.
Abenteuer erleben, in die tiefsten Katakomben hinabsteigen, sich den dunklen Mächten dieser Welt stellen, um mit Reichtum und Ruhm beladen wieder an die Oberfläche zu kommen, das ist sein Traum. Also macht er sich mit seinen Gefährten auf einen gefährlichen Weg, der ihn durch Sieg und Niederlage von den lichtlosen schwarzen Tiefen bis in die sonnendurchflutete weiße Stadt Palhelm im Süden des Kontinents führt. Dort trifft Alrik auf die Anhänger eines Kultes, die der geheimnisvollen Weberin folgen und die einen Plan für Palhelm und anscheinend auch für Alrik haben.

Sein Schicksal wird eng mit der weißen Stadt verwoben. Aufbau und Niedergang, Zusammenhalt und Verrat, Kampf und Krieg, Liebe und Tod. All das erlebt er dort, all das verändert ihn. Das Spiel um die Macht in der Stadt und im Land ficht er mit anderen Drahtziehern aus: Feinde, offene wie verdeckte, Verbündete und Freunde, manche mächtiger, manche klüger, manche reicher.

Aber sie alle haben nicht das, was Alrik in die Waagschale werfen kann, … den Segen der Weberin.

Cover-/Textrechte: Jürgen W.W. Modlich

Meine Meinung

Vor ein paar Wochen kam der Autor auf mich zu und fragte mich, ob ich “Drahtzieher und Dunkelmänner” gern lesen möchte. Da ich ja gerade auch Self Publisher unterstützen möchte und mich der Klappentext angesprochen hat, habe ich mir das Buch gern zugelegt. Ich war gespannt, was mich erwarten würde.

Vom Schreibstil her kam ich gut in die Story rein und mit deren Verlauf klar. Es war flüssig, interessant und unterhaltsam. Der Autor hat einen tollen Sinn für Humor, welchen er hier einfließen lässt.

Auf den ersten Seiten lernt man Alrik und sein Leben kennen. Er ist Waise, bei einem Schmied angestellt und beschäftigt sich mit Magie. Ab und zu geht er noch Spinnenseide sammeln, wovor ich absolut Respekt hatte, denn wir begeben uns auf so eine Sammlung mit ihm. Der Autor macht seine Sache hier wirklich gut, denn das beschriebene Szenario hat echt für Gänsehaut gesorgt. Ich kann halt nicht mit Spinnen, aber das ist ja nicht das Einzige, was Alrik auf seinem Streifzug begegnet. Anschließend geht es nach Palhelm um dort Rüstungen abzuliefern. Alrik ist zum ersten Mal in der Stadt und stößt bei seiner Entdeckungstour auf eine Gruppe Abenteurer, die sich einen Kampf mit Untoten liefern. Der junge Mann scheint seine Berufung bestätigt zu wissen und beginnt kurz darauf, mit Zustimmung seines Meisters, eine Ausbildung zum Magier. Auf einem nächtlichen Streifzug gerät Alrik schließlich an einen Lich und dessen noch lebende Beute Trish. Er rettet dieser das Leben und verwirklicht 3 Jahre später mit ihr auch seinen Traum. Das Leben als Abenteurer und ich kann sagen, dass das ziemlich aufregend ist und mit Blut, sowie Verlust einher geht.

Der Autor hat hier eine tolle Welt erschaffen, in der es auch viel zu entdecken gibt. Das war interessant, aber auch teilweise etwas anstrengend aufgrund der Vielzahl an Informationen. Ich muss zugeben, dass ich da stellenweise etwas überfordert war und Probleme damit hatte, einige der Infos wieder richtig im Verlauf zu zuordnen.

Mit Alrik haben wir einen tollen Charakter mit Ecken und Kanten, was ihn für mich wahnsinnig sympathisch machte. Er lernt, er verändert und entwickelt sich. Von Abenteurer wird er zu einem absolut berechnenden Mann. Stark umgesetzt gerade zum Ende hin.

Fazit

Wer auf durchdachten Welten und detailreiche Stories steht, ist hier genau richtig. Auch wenn ein paar Infos zu viel sind, liest es sich recht flüssig und war relativ gut zu verarbeiten. Die Handlung war anders und stellenweise neu, dazu kommen noch ein paar überraschende Wendungen. Im Großen und Ganzen gut gemacht und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. 4 Sterne für diesen soliden Auftakt.

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