Werbung: Rezension: WimpernschlagMomente von Regina Bittl

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Verlag: Books in Demand
Seiten: 500
ISBN: 978-3750409149

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

“Auch der längsten Nacht folgt ein Morgen.”
Jeder von uns hatte schon einmal Angst. Wie verhält es sich jedoch, wenn diese Angst unkontrollierbar wird? Wenn sie sich ausbreitet wie ein Spinnennetz?
Damit musste sich Rica, erfolgreiche Unternehmensberaterin, auseinandersetzen, als sie vor 8 Jahren die Diagnose F41.3, akute Angststörung mit Zwangshandlungen, erhielt.
Das Leben selbst definiert, dass auf das Ende einer Sache der Anfang von etwas Neuem folgt. Nach einer Konfrontation mit ihrer Vergangenheit muss Rica ihr Leben umkrempeln. Sie begibt sich auf eine Reise ins Unbekannte, um private und berufliche Entscheidungen zu treffen. Nur eines weiß sie ganz sicher: Sie möchte nie wieder an den Punkt gelangen, an welchem ihr gerade einmal 60 x 60 cm auf dem Sofa verbleiben, auf denen sie sich einigermaßen sicher fühlt. Sie gerät in ein turbulentes Abenteuer, dem sie sich auf ihre lebensfrohe Art stellt.
Kann sich Rica von der Bürde befreien, die ihr die Krankheit aufgezwungen hat? Findet sie den Mut, sich auf eine neue Liebe einzulassen? Denn diese Angststörung wird nie vollständig ruhen.

Cover-/Textrechte: Books in Demand

Meine Meinung

Ich bin durch die Autorin selbst auf das Buch aufmerksam gemacht worden und war ehrlich gespannt, was mich erwartet.

Ich muss gestehen mich am Anfang etwas schwer getan zu haben. Das lag daran, dass es mir sprachlich schwer fiel mit dem Schreibstil klar zu kommen. Für mich las es sich holprig und ich brauchte Zeit um mich daran zu gewöhnen und mich auch auf die Story einlassen zu können.

Das Buch ist tiefgründig und bewegend denn es spiegelt Ricas Psyche. Wir erleben eine junge Frau, die unter Angstzuständen leidet und ich kann mir zugegebener Maßen, das Beschriebene nur sehr schwer vorstellen. Das bedeutet nicht, dass ich glaube, dass es nicht möglich ist, sondern ich stoße hier einfach an meine Grenzen in der Vorstellung. Es war für mich erschreckend, wie diese psychische Erkrankung eingreift und beeinflusst. Als Außenstehender fällt es ja manchmal schwerer gewisse Krankheitsbilder nachzuvollziehen, auch dieses gehörte für mich dazu. Dabei erklärt die Autorin Alles recht gut und zeigt auch, dass ein Leben mit dieser Krankheit möglich ist. Zumindest so lange man nicht aufgibt.

Gerade zu Beginn bekommen wir viele Einblicke uns Ricas Psyche, was das Ganze nicht gerade leicht macht, denn ich bekam, als Jemand der keine Berührungspunkte mit dieser Krankheit hat, somit sehr tiefe und emotionale Eindrücke. Hintereinander hab ich es einfach nicht geschafft Alles zu lesen. Es ging immer nur in Etappen. Ich brauchte Zwischendurch immer mal etwas Zerstreuung, wer das Thema mir schwer auf dem Gemüt lag.

Rica ist eine starke Protagonistin, die zu überzeugen weiß. Sie lernt, sie fällt zurück, aber sie entwickelt sich auch weiter. Sie hat jedes Fünkchen Glück, das ihr im Buch begegnet, absolut verdient und es war schön genau diese Momente mit ihr zu erleben.

Fazit

Man muss sich mit dem Schreibstil anfreunden, aber wenn man das geschafft hat, erwartet einen als Leser ein aufklärendes Werk über Angstzustände. Es werden Wege, Ziele und Möglichkeiten aufgezeigt, welche helfen mit der Erkrankung zu leben. Die Ab- und Hintergründe, welche in solchen Büchern  aufgezeigt werden, sind immer wahnsinnig erschreckend. Für eine Aufklärung zum Thema, aber auch wichtig. Das Lesen befreit nicht vom Suchen nach Hilfe in dieser Situation, kann aber vielleicht ein Wegbegleiter sein. Für das Große und Ganze gibt es von mir 4 Sterne.

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