Rezension: Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern

Rezension: Der Nachtzirkus von Erin Morgenstern

Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seiten: 464
ISBN: 978-3548285498

Darum geht es:

Als Marco und Celia einander begegnen, verlieben sie sich rettungslos ineinander. Was sie nicht wissen: Sie sind bereits unauflösbar aneinander gebunden. Doch nicht als Liebende – sondern als Gegner. Ihre Väter, beide Magier von Rang, liefern sich seit Ewigkeiten einen unerbittlichen Wettkampf. Und sie haben ihre Kinder darauf vorbereitet, den Kampf auf Leben und Tod zu entscheiden. Der Nachtzirkus, eine magische, verwunschene Welt in Schwarz und Weiß, ist der Schauplatz des Geschehens. Unlösbar an den Zirkus und ihren tödlichen Wettstreit gebunden, ringen Celia und Marco verzweifelt um ihre Liebe, ihr Leben und eine traumhafte Welt, die für immer unterzugehen droht.

Cover-/Textrechte: Ullstein Taschenbuch

Meine Meinung

Was so schick aussieht und so interessant klingt, musste einfach einziehen und zeitnah gelesen werden. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich mich doch stellenweise relativ schwer mit diesem Schätzchen tun würde.

Hier kommen wir auch direkt zum Übeltäter für die Schwierigkeiten der Geschichte. Der Schreibstil mit wechselnden Perpektiven. Mir fiel es an manchen Stellen schwer, dem Handlungsverlauf zu folgen ud ich wollte echt das Handtuch werfen, auch aufgrund einiger unnötiger Längen. Allerdings schafften es dann immer wieder die bildhaften Beschreibungen des Zirkus mich wieder einzufangen. Es war so wahnsinnig faszinierend die Zelte zu erkunden, dass ich einfach weiterlesen musste.

Man nehme 2 Zauberer die zu einem Wettstreit ihre “Azubis” gegeneinander antreten lassen. Dort des Geschehens ist der geheimnisvolle Nachtzirkus, der immer ohne großartige Vorwarnung auftaucht und nach einer Weile verschwindet. Wie der Name schon sagt, hat er auch nur Nachts geöffnet und das übt natürlich auch eine gewisse Spannung aus. Es gibt viele Zelte mit einzigartigen Vorstellungen, die Leute auf der ganzen Welt begeistern können, denn hier arbeiten, die Besten der Besten. Klingt doch absolut faszinierend, oder? Finde ich auch. Es war so besonders dort unterwegs zu sein. Vorallem auch deswegen, weil so viel mehr dahinter steckt, als man zu Beginn meinen mag. Was die Menschen fasziniert, ist für Celia und Marco ein Austragungsort. Sie halten den Zirkus am Leben, doch genau das Gerät ins Kippen, denn es passiert etwas, das nicht passieren sollte. Liebe kommt ins Spiel.

Ich gestehe, dass ich am Ende zwiegespalten war. Es war gut, aber eben auch stellenweise langatmig und verwirrend für mich. Aber der Zirkus und die Menschen, die dazu gehören, machen den Reiz aus und sorgen dafür, dass dieses Buch etwas Besonderes wird. Zumindest für mich. Es gab, wie gesagt, so viel zu entdecken und so viel zu erleben, so dass ich einfach nur verzaubert war.

Die Liebesgeschichte passte gut zur ganzen Atmosphäre und kam super bei mir an. Vorallem weil sie auch etwas melancholisch angehaucht ist und nicht kitschig. Toll gemacht.

Fazit

Auch wenn mich das Buch leider nicht zu hundert Prozent sich gewinnen konnte, übt es eine wahnsinnige Faszination auf mich aus. Es war nicht Alles ganz einfach, sondern tendierte stellenweise zu anstrengend, aber ich bereue es nicht im Nachtzirkus gewesen zu sein und mit Lesen durchgehalten zu haben. Der Zirkus und seine Idee ist einfach eine Reise wert. Es war bezaubernd, interessant und auch anders. 4 Sterne hat er sich mit seiner Vorstellung auf jeden Fall verdient.

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