Rezension: Geliebter Gevatter Tod von Veronika Carver

Rezension: Geliebter Gevatter Tod von Veronika Carver

Verlag: Harper Collins/ books2read 
Seiten: 369
ISBN: 978- 3733711832

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Als Marten versehentlich seinen besten und einzigen Freund umbringt, verliert sein Leben jeglichen Sinn. Was soll er mit zwei Händen anfangen, die nur zum Töten taugen?
Eine Antwort auf diese Frage liefert ihm niemand anders als der Tod selbst: Dieser bietet Marten an, sein Lehrling zu werden und den Schmerz der Menschenwelt hinter sich zu lassen.
Doch sollte man einem Angebot des Todes trauen?
Marten sieht sich vor die schwerste Entscheidung seines Lebens gestellt – und dann ist da auch noch Julie …

Bild-/ Textrechte: Harper Collins/ books2read

Meine Meinug

Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass dieses Buch mein erstes von Veronika Carver ist. Aber dafür kann ich auch sagen: Sicherlich nicht mein letztes, denn mit dieser Märchenadaption zum vielleicht nicht ganz so bekannten Gevatter Tod von den Gebrüdern Grimm ist ihr wirklich Großes gelungen. Zumindest meiner Meinung nach. Es ist definitiv kein Buch nach jedermanns Geschmack. Für mich ist auch besonders und zwar von seiner ganzen Art her. Es hat Emotionen, Tiefgründigkeit, man liest es nicht einfach so nebenbei und es regt zum Nachdenken an.

Im Großen und Ganzen geht es um Marten, dessen Leben gelinde gesagt, ziemlich bescheiden ist. Er arbeitet auf dem Bau, was ihm keinen Spaß macht. Sein bester und einziger Freund ist tot und Marten … nun ja, noch mehr am Ende als vorher schon. Das Leben lohnt sich für ihn also nicht wirklich, wer bietet sich da besser an um ihm einen neuen Sinn zu geben, als der Tod höchstpersönlich. Marten willigt ein, doch verläuft das Ganze etwas anders als von ihm erwartet. Denn auch der Gehilfe/ Praktikant des Todes zu sein, ist kein Zuckerschlecken. Eine Sache die Marten ziemlich schnell lernen muss. Vor allem, wenn dann noch ein Mensch in dein Leben tritt, der plötzloch Licht ins Dunkel zu bringen scheint.

Der Leser erfährt nach und nach, was ihm die Autorin mit diesem Buch mitteilen möchte.  Es tun sich Abgründe auf. Sowohl auf Seiten des Todes als auch auf Seiten der Menschen, die einen nicht so schnell loslassen. Nicht immer konnte ich ganz nachvollziehen, was der Tod da gerade abzog und worin genau die Zeckmäßigkeit der Situation bestand, aber es passte ins Gesamtbild. Man verfolgt gespannt, wohin der Tod Marten führen will und vor allem welche Lektion er für ihn hat.

Die Charaktere sind wahnsinnig authentisch. Es ist an sich wie eine Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen. Da ist Marten, der einen mehr als einmal grübelnd zurücklässt, aber absolut überzeugen kann. Julie, deren Name klingt wie der Monat und die man auch einfach nur mag. Der Tod und seine doch etwas seltsamen Methoden und Ansichten und Eva, die ich erfrischend ehrlich fand.

Mein Lesezwilling hat folgenden Satz in ihrer Rezi geschrieben, den ich so nur unterschreiben kann:

. Ich hatte das noch nie, dass ich in eine Geschichte vertieft bin und ich absolut keine Meinung dazu hatte.(…) „ Mit freundlicher Genehmigung von Booknerds by Kerstin (Hier geht es zur Ihrer Rezension zum Buch)

Kennt ihr das, wenn ihr lest und nicht so wirklich wisst, wohin euch der Weg, denn ihr beim Lesen beschreitet führen wird? So ging es mir mit Geliebter Gevatter Tod. Ich war voll drin, aber irgendwie auch nicht, weil ich nicht so recht wusste, wohin die Reise geht. Versteht mich nicht falsch, es war gut, sehr gut sogar und zur Seite legen wollte ich es auch nicht, aber so ganz wusste ich nicht woran ich war.

Allerdings hat man diese Meinung spätestens am Ende und bei mir endet sie mit einem doch ziemlich zufriedenen und überraschenden Gesichtsausdruck, als das Ende einsetzt. Man erkennt eine Botschaft, die eigentlich klar sein sollte, aber die manche vielleicht mehr verinnerlichen sollten. Welche Erkenntnis das ist, gilt es herauszufinden und wenn ihr das gemacht habt, teilt sie mir gern mit. Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was ihr aus der Story mitnehmt.

 

Fazit

Wie schon gesagt, hat die Autorin hier etwas Tolles, Großes und einzigartiges geschaffen. Zumindest für mich. Tiefgründig, etwas skurril und mit einer Botschaft. Von mir gibt es eine absolut Leseempfehlung für dieses Buch, das absolut kein Mainstream ist.

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