Werbung: Rezension: House of Blades #1 – I am the blade von Marie Graßhoff

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Verlag:  Lübbe
Seiten:  608
ISBN: 978-3751789745

Das erwartet euch:

»Das Haus« entscheidet über Leben und Tod, um die Welt vor der alles verzehrenden Dunkelheit zu retten – und Seren ist die Assassine, die von ihm geschickt wird, um zu richten. Als sie den Rebellen Vale tötet, wird seine Seele zur mächtigsten Waffe in ihrem Besitz. Doch er lässt sich nicht einfach bändigen. Seren will seine Kraft, Vale will ihren Tod. Als ein Verrat das Haus erschüttert, müssen sie sich entscheiden: einander vernichten oder Seite an Seite überleben? Doch in dem Netz aus Lügen, Gewalt und Verrat wächst etwas zwischen ihnen, das ebenso gefährlich sein könnte wie die Dunkelheit selbst.

Cover-/ Textrechte: Lübbe

Meine Meinung

Seren ist ein Schatten, eine Assassine des Hauses, und erledigt für dieses tödliche Aufträge. Auf einer ihrer Missionen begegnet sie Vale. Einem so genannten Splitter und tötet ihn. Doch anders als bei allen Menschen, denen sie bisher das Leben genommen hat, verhält sich seine Seele auf unerklärliche Weise. Sie wird zu einer mächtigen Waffe in Serens Besitz. Nur gibt es ein gewaltiges Problem: Vale denkt gar nicht daran, ihr zu dienen. Er will Rache. An Seren. Am Haus. Am gesamten System.

Als schließlich ein Verräter in den eigenen Reihen entdeckt wird, geraten beide immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen, Gewalt und Geheimnissen. Schon bald müssen sie sich fragen, was schwerer wiegt: Loyalität oder die Wahrheit? Leben oder Tod?

Marie Graßhoff beweist für mich mit jedem ihrer Bücher aufs Neue, warum sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört.

Wenn es um außergewöhnliches Worldbuilding, faszinierende Ideen und Charaktere geht, die sich echt anfühlen, macht ihr so schnell niemand etwas vor. Und genau deshalb war ich auch bei I Am the Blade schon nach wenigen Seiten wieder vollkommen verloren.
Ich habe dieses Buch wirklich geliebt.

Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Das Setting ist unglaublich atmosphärisch und so bildgewaltig beschrieben, dass vor meinem inneren Auge ununterbrochen ein Film ablief. Ich hatte das Gefühl, gemeinsam mit Seren durch diese Welt zu reisen, jede Gefahr hautnah mitzuerleben und jedes Geheimnis Stück für Stück selbst zu entdecken.

Dieses Buch hat allerdings auch meine volle Aufmerksamkeit eingefordert. Normalerweise stören mich Musik oder Hintergrundgeräusche beim Lesen überhaupt nicht. Hier schon. Ich brauchte absolute Ruhe, weil ich keine einzige Kleinigkeit verpassen wollte. Die Welt ist komplex, voller Details und raffinierter Ideen.

Genau das liebe ich an den Geschichten der Autorin. Sie fordert ihre Leserinnen und Leser heraus, belohnt sie dafür aber mit einer Welt, die ihresgleichen sucht.

Besonders begeistert hat mich das gesamte Konzept rund um das Lager und dessen Weitergabe. Anfangs musste ich mich zwar erst hineindenken, doch genau das hat den Reiz ausgemacht. Nach und nach setzte sich jedes Puzzleteil an seinen Platz und ich konnte nur noch staunen. Solch eine Idee ist mir bisher tatsächlich noch nie begegnet und genau solche Geschichten liebe ich.

Natürlich geht es in I Am the Blade nicht zimperlich zu. Es gibt Folter, Mord und einige erschütternde Momente. Das Buch verliert sich dabei aber nie in übertriebener Brutalität. Die Gewalt dient der Geschichte und unterstreicht, wie düster und erbarmungslos diese Welt eigentlich ist.

Und dann wären da noch Liebe und Spice. Zwei Dinge, bei denen ich oft eher zurückhaltend bin. Umso glücklicher war ich, dass beides hier genau die richtige Balance findet. Die romantischen Momente sind dezent, authentisch und nehmen niemals der eigentlichen Handlung den Raum. Für mich war das einfach perfekt.

Seren ist eine Protagonistin, die ich unglaublich schnell ins Herz geschlossen habe. Sie ist stark, loyal und gleichzeitig alles andere als perfekt. Gerade ihre Fehler machen sie so menschlich. Ich habe mit ihr gelitten, gehofft und mitgefiebert.

Aber auch Vale und die vielen anderen Figuren haben unglaublich viel Tiefe. Niemand wirkt austauschbar und jede Figur trägt ihren Teil dazu bei, dass diese Geschichte so lebendig wird.

Fazit

Ich weiß gar nicht, wie oft ich während des Lesens gedacht habe: Genau deshalb liebe ich Maries Bücher. I Am the Blade hat mich begeistert, überrascht und vollkommen in seine Welt hineingezogen. Marie Graßhoff verbindet ein außergewöhnliches Worldbuilding mit spannenden Charakteren, einer fesselnden Handlung und genau der richtigen Portion Emotionen. Die Liebesgeschichte bleibt angenehm im Hintergrund, während die eigentliche Story jederzeit im Mittelpunkt steht. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders. Für mich ist dieser Reihenauftakt absolut gelungen. Kreativ, atmosphärisch, mitreißend und voller Ideen. Ich kann es kaum erwarten, wieder in diese Welt zurückzukehren. 4,5 Sterne und riesige Vorfreude auf die Fortsetzung

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