
Werbung: Rezension: Die Puppe von Holly Black
Verlag: cbj 
Seiten: 256
ISBN: 978-3570183762
Ab 11 Jahre
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Das erwartet euch:
Der Geist eines toten Mädchens, drei Freunde an der Schwelle zum Erwachsenwerden und der Roadtrip ihres Lebens
Zach, Poppy und Alice spielen seit ihrer Kindheit zusammen ein gemeinsames Spiel. In dem Moment, in dem Zach aus dem Spiel aussteigen will, nimmt es eine schaurige Wendung: Poppy schwört, dass sie von einem Geist heimgesucht wird, der in einer Porzellanpuppe lebt! Sie behauptet, es wäre der Geist eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens. Erst wenn die Freunde die Puppe im Grab des Mädchens beerdigt haben, wird der Geist sie in Ruhe lassen. Weigern sie sich, wird er sie verfolgen – bis in alle Ewigkeit! Ein grusliger Roadtrip beginnt …
Cover-/ Textrechte: cbj
Meine Meinung
Zach, Poppy und Alice sind schon seit Jahren beste Freunde und teilen eine große Leidenschaft: ihr gemeinsames Rollenspiel. Doch als Zach plötzlich beschließt, damit aufzuhören, gerät ihre Freundschaft ins Wanken. Gleichzeitig wird Poppy vom Geist eines Mädchens heimgesucht, das vor vielen Jahren ermordet wurde. Der Geist soll in einer alten Porzellanpuppe leben, die Poppys Mutter gehört. Nur wenn die sterblichen Überreste des Mädchens endlich beerdigt werden, kann der Geist Ruhe finden. Doch schaffen es die drei Freunde, diese Aufgabe zu erfüllen, oder wird der Geist sie weiterhin verfolgen?
Die Grundidee mit der unheimlichen Puppe und den drei Freunden hat mir richtig gut gefallen. Leider hatte ich dieses Mal aber so meine Probleme mit dem Schreibstil. Normalerweise schaffen es die Bücher von Holly Black, mich schon nach wenigen Seiten komplett in ihre Welt zu ziehen. Dieses Mal wollte der Funke bei mir leider nicht so richtig überspringen. Es gibt Jugendbücher die können auch Erwachsene mitreißen, dieses gehört für mich leider nicht dazu.
Besonders gefallen hat mir dagegen die Freundschaft zwischen Zach, Poppy und Alice. Man merkt deutlich, wie wichtig ihnen ihr gemeinsames Rollenspiel ist. Deshalb konnte ich auch gut nachvollziehen, wie verletzt die beiden Mädchen reagieren, als Zach plötzlich erklärt, dass er nicht mehr mitspielen möchte.
Im weiteren Verlauf kommt den Kindern allerdings immer wieder eine ordentliche Portion Glück zugute. Das hat für mich leider dazu geführt, dass die Geschichte an einigen Stellen etwas an Glaubwürdigkeit verloren hat. Manche Wendungen wirkten einfach zu zufällig.
Fazit
Insgesamt ist Die Puppe ein gutes Jugendbuch, das seine eigentliche Zielgruppe vermutlich deutlich mehr begeistern wird als erwachsene Leserinnen und Leser. Die Geschichte bietet eine angenehme Mischung aus Abenteuer, Freundschaft und leichtem Grusel, wird für meinen Geschmack aber von etwas zu vielen Zufällen getragen. Für zwischendurch ist das Buch auf jeden Fall eine nette Lektüre. Ich bin mir sicher, dass gerade jüngere Leserinnen und Leser deutlich mehr Spannung daraus ziehen werden als ich. Deshalb gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für die Jugendzielgruppe.
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