
Werbung: Rezension: All unsere schönen Lügen von Feline Liven
Verlag: Magellan 
Seiten: 384
ISBN: 978-3734851117
Ab 14 Jahre
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Das erwartet euch:
Reese Whitmore ist inmitten einer Welt voller Geld, Luxus und Machtspielen aufgewachsen.
Als sie plötzlich spurlos verschwindet und kurz darauf tot aufgefunden wird, muss ihre Zwillingsschwester Addie allein in dieser scheinheiligen Welt bestehen. Schnell verdächtigt die Polizei Reese‘ Freund Troy, doch auch ihre beste Freundin Cass scheint mehr zu wissen, als sie zugibt. Beide haben Reese in der Nacht ihres Todes gesehen und beide haben etwas zu verbergen. Ist es ausgerechnet einer der Menschen, die Reese am nächsten standen, der sie ermordet hat?
Cover-/ Textrechte: Magellan
Meine Meinung
Reese und Cass sind die unangefochtenen Schulköniginnen der Ophelia High. Sie stammen aus wohlhabenden Familien und scheinen das perfekte Leben zu führen. Doch dann verschwindet Reese spurlos. Kurz darauf wird ihre Leiche gefunden. Wer hat die junge Frau auf dem Gewissen? Ihre Schwester macht sich auf die Suche nach dem Täter oder der Täterin. Sowohl Cass, Reeses beste Freundin, als auch ihr Freund Troy scheinen mehr zu wissen, als sie preisgeben. Doch könnte wirklich einer von ihnen Reese ermordet haben?
Willkommen in einer Welt, in der Geld den Lauf der Dinge bestimmt. Wer reich ist, genießt Ansehen und verhält sich auch entsprechend. Der Roman liefert dafür mehr als genug Beispiele. Jugendliche, die sich ausschließlich über ihren Status und den Kontostand ihrer Eltern definieren. Ganz nach dem Motto: “Mir kann doch sowieso keiner etwas.” Ich war davon ehrlich gesagt fast durchgehend genervt.
Cass war mir von Anfang an maximal unsympathisch. Sie ist herablassend, herrisch, abwertend und unglaublich oberflächlich. Ehrlich gesagt hat es mich fast gewundert, dass sie niemand auf dem Gewissen hatte. Mit ihrer Art weckt sie stellenweise echte Gewaltfantasien. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie überhaupt echte Freunde hat. Vermutlich wird sie eher toleriert, weil niemand sie zur Feindin haben möchte.
Ob Reese wirklich viel besser war, kann ich gar nicht beurteilen. Vermutlich eher nicht. Eigentlich sind die Mädchen im Allgemeinen allesamt ziemlich unangenehm.
Addie und Marcie hingegen waren mir sofort sympathisch. Sie sind bodenständig, freundlich und stehen füreinander ein. Eben echte Freundinnen.
Inhaltlich hat mir die Geschichte gut gefallen. Ich gebe zu, dass ich lange gerätselt habe, wer hinter allem steckt. Potenzielle Täter und Täterinnen gab es jedenfalls genug. Die Autorin legt die falschen Fährten wirklich geschickt aus und hält die Spannung konstant hoch. Dazu kommt ein flüssiger und angenehmer Schreibstil, der dafür sorgt, dass man immer weiterlesen möchte.
Fazit
Meiner Meinung nach werden hier nicht nur Jugendliche gut unterhalten. Auch ich fand das Buch spannend und habe bis zum Schluss mitgefiebert. Nicht alles war für mich vollkommen nachvollziehbar, aber das ist letztlich Geschmackssache. Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch überzeugen. 4 Sterne
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