Werbung: Rezension: Rote Tränen von Mike Landin

Werbung: Rezension: Rote Tränen von Mike Landin

Verlag: BoD
Seiten: 342
ISBN: 978-3751934961

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Darum geht es:

Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.
“Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab.”
Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

Cover-/ Textrechte: BoD

Meine Meinung

Um dieses Büchlein bin ich tatsächlich schon eine Weile herumgeschlichen, bevor mich der Autor angeschrieben und gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte es zu rezensieren. Wie gut, dass ich mich darauf eingelassen habe.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und schafft es super, die jeweiligen Szenen auch bildhaft zu vermitteln. Ich konnte richtig toll mitfiebern und natürlich auch miträtseln.
Zur Story. Aufgrund vergangener Ereignisse ziehen Jacob und seine Familie aus dem Spreewald auf den Hallerhof in den Berchtesgadener Alpen. Sie versprechen sich hier ein neues Leben und die alten Geister hinter sich zu lassen. Für die beiden Kinder ist dies Neuland, Jacobs Eltern allerdings sind in dem Dorf  aufgewachsen und die Rückkehr reißt alte Geschichten und Wunden auf. Plötzlich stehen Dinge im Raum, die Jacobs Vater schwer belasten und zeigen, wozu Anschuldigungen führen können. Trotzdem schweigen die Eltern vorerst ihren Kindern gegenüber. Weshalb sich Jacob selbst auf Spurensuche begibt. Er will die Wahrheit herausfinden und erfährt dabei mehr über seine Familie, als ihm am Ende lieb ist.

Also ein schweres Los hat die Familie da schon. So viele tragische Momente, mit denen sie umgehen müssen und bei denen man sich zurecht fragt: Wieviel kann ein Mensch ertragen, bevor er zusammenbricht?  Mir war es im gesamten Storyverlauf einfach zu viel. Es passte Alles irgendwie, keine Frage, aber es war zu überladen mit den Ereignissen. Im Großen und Ganzen ist die Story aber gelungen. Ich fand die Mutmaßungen schlüssig und hatte auch bis zur “Eröffnung” tatsächlich keine Ahnung, wer hinter all dem steckt. Das Motiv, joah, schon Hammer, aber ich zweifle ehrlich gesagt nicht komplett daran, dass Menschen aus solchen Motiven heraus so agieren.

Die Charaktere waren passend und auch an sich authentisch. Die Lovestory, welche nebenbei mit läuft, hätte ich persönlich nicht gebraucht, aber so kommt es zu einem positiven Ende.

Fazit

Für mich ein gelungenes Debut und hoffentlich nicht das letzte Buch des Autors. Der Schreibstil war super fesselnd und angenehm, ebenso die Handlung. Auchwenn letzteres hier und da etwas “netter” zu den Charakteren hätte sein können. Für mich eine runde Sache mit 4 Sternen und einer Leseerlebnis.

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