Rezension: Was geschah mit Femke Star von Kerstin Ruhkieck

Rezension: Was geschah mit Femke Star von Kerstin Ruhkieck

Verlag: Drachenmond Verlag 
Seiten: 430
ISBN: 978-3959914413

Darum geht es:

Jedes Mädchen hat ein schmutziges Geheimnis. Jedes. Auch du.
Doch was würdest du tun, wenn dein Geheimnis eigentlich meins wäre, und nur ich, nicht du, die Wahrheit kenne?

Einst waren Femke und Anouk beste Freundinnen, bis ein Verrat die beiden entzweite. Was blieb, war die Hassliebe zweier Mädchen, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hatten. Doch als Femke eines Tages Anouk um Hilfe bittet, kommt es zu einem schrecklichen Unfall, der Anouks Leben für immer verändert.

Von hässlichen Erinnerungsfetzen geplagt, versucht Anouk herauszufinden, was Femke widerfahren ist, und stößt dabei auf eine Mauer des Schweigens. Und auch die Zeit arbeitet gegen sie, als Anouk die Hauptverdächtige eines Verbrechens wird, das sie nicht begangen hat …

*** Triggerwarnung: Dieses Buch enthält mögliche Auslösereize, die bei Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung zu einer Verschlechterung ihrer Symptome führen können.

Cover-/Textrechte: Drachenmond Verlag

Meine Meinung

Nachdem das Buch damals bei Erscheinen heiß diskutiert worde, dachte ich mir, ich leg es mir mal zu. Es klang interessant und ich war gespannt, was sich hinter dem Titel verbirgt. Mit dem was ich dann zu lesen bekam, hatte ich allerdings nicht gerechnet. Ich versuch es mal in Worte zu fassen, denn wenn ich ehrlich bin, war ich nach dem Lesen verstört, verwirrt und schockiert. Alles in einem.

Wie schon in den anderen Büchern schreibt die Autoein wieder sehr flüssig und atmosphärisch. Gerade der Beginn war vielversprechend und man fliegt geradezu über die Seiten. Bis zu einem Punkt an den es für mich eine geradezu kranke und auch groteske Wendung nahm. Ich war irritiert und eigentlich auch kurz davor abzubrechen, denn es war für mich überhaupt nicht real, was da passierte. Aus irgend einem Grund bin ich aber dran geblieben. Ob das jetzt gut oder schlecht war, weiß ich imm noch nicht.

Die Story ist einfach nur ziemlich verrückt und war für mich alles andere als ein Lesespaß. Es war stellenweise recht interessant, aber eben irgendwie auch total daneben. Die ganze Zeit hat immer nur einer bzw. eine an der gesamten Misere Schuld. Egal was passiert. Es macht wütend und ich hab mich mehr als einmal gefragt, warum man nicht einfach einen Schritt weiter zu Polizei geht. Wahrscheinlich weil man auch da schon damit rechnet, dass die Ankläger auch selbst Schuld sind.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was dieses Buch bezwecken soll. Ohne Frage ist das Thema wichtig und es muss darüber geredet, geschrieben und aufgeklärt werden, aber für mich ist dies der falsche Weg. Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm und verstehe es nicht richtig. Das Ende finde ich genauso schlimm, denn es zeigt, dass es keine Konsequenzen geben wird.

Ich möchte nicht behaupten, dass gewisse Teile der Handlung nicht genau so passieren, aber ein positives Ende wäre mir lieber gewesen, auch wenn es dieses höchstwahrscheinlich nicht immer geben wird

Fazit

Auch wenn das Buch nicht komplett schief ging, möchte ich keine Leseempfehlung geben. Der Beginn war einfach zu seltsam und an den Haaren herbei gezogen, als dass ich dieses Buch ernst nehmen könnte. Hatte so einen Hauch von Kafkas “Die Verwandlung”. Kann man mögen, muss man aber nicht. Für mich ein wichtiges Thema, aber nicht gut verarbeitet. Ist Geschmackssache und meiner war es leider nicht. 3 Sterne

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