Rezension: Der Löwe büllt von Tommy Jaud

Rezension: Der Löwe büllt von Tommy Jaud

Verlag: FISCHER Scherz 
Seiten: 320
ISBN: 978-3651025585

Darum geht es:

Kein Mann kann vor seinen Problemen fliehen – zumindest nicht mit seiner Mutter. Es läuft nicht gut für Nico Schnös, 47, den überforderten Controller mit der kaputten Brille. Warum gibt ihm seine Mutter seit dem Tod des Vaters täglich durch, was sie kocht und wie sie putzt? Was genau treibt Nicos Frau in dieser seltsamen Kuschelsekte, und warum flüchtet im Großraumbüro sogar der Saugroboter vor ihm?
Als er bei einem Wutanfall eine Kaffeetasse auf den Finanzvorstand wirft, schickt sein Chef ihn in den Zwangsurlaub: Entweder Nico kommt entspannt zurück, oder er ist seinen Job los. Der kanarische Ferienclub ist paradiesisch schön – doch sämtliche Entspannungsversuche gehen nach hinten los. Vielleicht hätte Nico nicht ausgerechnet seine hyperaktive Mutter mitnehmen sollen: »Eine Zimmerkarte reicht, mein Sohn und ich machen eh alles zusammen!« Bald schon ahnt Nico: Paradies und Hölle können sehr nah beieinander liegen.

Cover-/Textrechte: FISCHER Scherz

Meine Meinung

Als großer Tommy Jaud Fan konnte ich es mir einfach nicht nehmen lassen, auch sein neuestes Werk zu lesen. In den meisten Fällen ist er ein Garant für viel Spaß beim Lesen und ich war gespannt, ob “Der Löwe büllt” meine Erwartungen erfüllen würde.

Gewohnt lässig, locker fluffig und mit viel Humor führt der Autor über die Seiten. Ich liebe seine Vergleiche und habe auch einige Male wirklich laut gelacht. Also so ziemlich Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Die Handlung dreht sich um Nico, 47 und Controller, mit der Neigung zu “Wutausbrüchen”. Bei seinem letzten Ausraster hat er es, mittels Tassenwurf auf einen Vorgesetzten (was Nico nicht wusste), auf die Abschussliste seines Brötchengebers geschafft. Allerdings würde ihm sein Chef Tim noch eine letzte Chance einräumen. Autopromo auf den Kanaren und einen Ruhepuls von 60. So lauten die Bedingungen. Allerdings fliegt statt Nicos Frau, seine Mama Rosie mit. Diese fühlt sich seit dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr ziemlich alleine und ihr Sohn hat ja so gar keine Zeit. Also ein perfekter “Urlaub” um sich wieder anzunähern. Wie nah das Ganze allerdings gehen wird, damit hat Nico wohl nicht gerechnet.

Jaud hat mit Nico eine relativ unselbstständige und mit seinem Leben unzufriedene Person geschaffen. Allerdings war es für mich als Leser mehr als amüsant zu lesen, wie er versucht zu entspannen, während seine Mama Rosie das ganze sabotiert. Vielleicht nicht mit Absicht, aber die Frau ist echt ne Wucht und eine Meisterin im schlechten Gewissen verabreichen. Zumindest für Nico. Die Situationen, die dabei auf die Seiten kommen, sind witzig skurril und sorgen für ordentlich Lachanfälle.

Neben all den Lachern, hat dieses Buch aber auch eine ernste und traurige Seite. Der Verlust von geliebten Menschen und wie unterschiedlich damit umgegangen wird. Toll gemacht und auf den Punkt getroffen.

Fazit

Für mich ein typische Jaud mit viel Witz und Humor, aber auch stillen Momenten. Wer mal was für Zwischendurch mit Lachern braucht, dem empfehle ich den Griff zu diesem Buch. Klare Leseempfehlung von mir.

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2 Gedanken zu „Rezension: Der Löwe büllt von Tommy Jaud

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