Rezension: Dark Palace – 10 Jahre musste du opfern von Vic James

Rezension: Dark Palace – 10 Jahre musste du opfern von Vic James

Verlag:  Fischer FJB
Seiten: 448
ISBN: 978-3841440105

Vielen Dank für das Rezensionsexeplar!

 

Darum geht es:

Zehn Jahre Sklavenarbeit für alle. Fast alle.

In England muss jeder, der nicht zum magischen Adel gehört, zehn Jahre lang als Sklave arbeiten.
Lukes Familie will diese Sklavenjahre gemeinsam durchstehen, im Dienst der mächtigen Herrscherfamilie Jardine. Doch nun rast Lukes Herz vor Angst, als er plötzlich von den anderen getrennt und in die laute und schmutzige Fabrikstadt Millmoor gebracht wird. Die Arbeit dort ist besonders hart.
Seine Schwestern sind mit den Eltern am prunkvollen Hofe der Jardines den rücksichtslosen Machtspielen und eiskalten Intrigen der Elite ausgesetzt. Vor allem der junge Adlige Silyen verfolgt mit seinen ungeheuerlichen magischen Fähigkeiten eigene Ziele. Und Lukes Schwester Abi verliert ihr Herz an den Falschen.

Also das verstand man unter ›Geschick‹, dachte Luke, als er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Ein so unerträglicher Schmerz, dass man sich wünschte, man wäre tot.
Wie sollte man dagegen ankämpfen? Wie konnte man Menschen besiegen, die dazu fähig waren? Nicht Menschen – Monster. Es spielte keine Rolle, dass es nur wenige von ihnen gab: Diese Wenigen genügten völlig.

Cover- und Textrechte: Fischer FJB

 

Meine Meinung

Ich gebe zu, dass ich zu Beginn, dem Buch skeptisch gegenüberstand, aber wie das halt so ist, man lässt sich beeinflussen und legt es sich dann trotzdem zu. Definitiv kein Fehler, wie ich nach der letzten Seite sagen kann.

Bei Dystopien gehe ich immer etwa verhalten ans Werk, einfach weil es nicht unbedingt ein Genre ist, welches ich viel lese. Mein Kackpunkt ist auch, lese ich eine Dystopie, muss sich mich vollkommen mit begeistern können. Wenn sie das nicht kann, lese ich dann meist für sehr lange Zeit keine mehr.

Bei Dark Palace holte mich das Buch direkt im Prolog ab. Ab hier war ich komplett angefixt und es stand außer Frage, dass ich weiterlesen würde. Ich ging also nun schon mit höheren Erwartungen rein.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass die Autorin ein wirklich tollen Schreibstil hat. Fesselnd, einnehmend und einfach nur mitreißend. Dazu kommt ein Setting, das wahnsinnig bildlich beschrieben wurde und einen einfach nicht mehr gehen lässt. Man ist praktisch gefangen in dieser düsteren und teilweise auch beklemmenden Atmosphäre, die hier geschaffen wurde.

Überraschung, wir befinden uns auch nicht irgendwo in einem ausgedachten Land, sondern in Großbritannien. Natürlich nicht in dem Maße wie wir es kennen, sondern in einem Empire, das gespalten ist. In die Elite, welche mit so genanntem „Geschick“ bedacht ist und die „Normalos“ ohne Geschick, welche für 10 Jahre zu Arbeitsdiensten herangezogen werden. Hier gibt es 2 Orte an denen man den Dienst verrichten kann. Einmal gibt es Arbeitslager oder man landet auf dem Grundstück eines „Geschickten“. Was davon jetzt die bessere Wahl ist, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist aber die Arbeit auf den Anwesen angenehmer.

Auch Luke und seine Familie werden den Dienst antreten, allerdings nicht wie angenommen alle zusammen auf dem Anwesen der „geschickten Familie“ Jardine, sondern Luke verschlägt es nach Millmoor in eines der Arbeitslager. Für beide Seiten der Familie gilt es, so schnell wie möglich wieder zueinander zu finden, doch kann das funktionieren?

An Luke habe ich zu Beginn gezweifelt, ob er die Trennung und auch die Sklavenstadt überleben wird, aber meine Herren, er konnte mich absolut von sich überzeugen. Am Anfang wirkt er wie Jemand, den man nicht ernst nehmen kann, aber macht in Millmoor eine Entwicklung durch, vor der ich den Hut ziehe. Allgemein fand ich die Familie beeindruckend, dazu gehören auch Lukes Schwestern, die mich begeistern konnten.

Das wirklich krasse an der ganzen Story, neben dem Handlungsszenario natürlich, fand ich, dass ich einige der auftretenden Charaktere so gar nicht einschätzen konnte. Vor allem, was die Familie Jardine angeht. Die 3 Brüder Gavar, Silyen und Jenner sind irgendwie gruselig und wahnsinnig faszinierend zu gleich. Echt creepy. Allen voran Silyen bei dem bekommt man echt ne Gänsehaut, aber er ist auch der fesselndste Charakter, weil er absolut undurchschaubar war für mich.

Als ich durch war musste ich direkt fragen, ob es eine Fortsetzung gebe würde oder ich dumm sterben müsste. Denn es gibt natürlich eine Menge Fragen, die ich gern beantwortet hätte. Gott sei Dank wird es eine Trilogie werden.

Fazit

Ein absolut packender Auftakt der mich einfach nur begeistern konnte. Wer auf der Suche nach Spannung, Machtspielchen und Intrigen, gepaart mit einem wahnsinnig genialen Setting und starken Charakteren ist, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

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