Schauplatz: Unter einem Banner von Elea Brandt

Schauplatz: Unter einem Banner von Elea Brandt

Liebe Phantasten.

Im Rahmen der Fantasywoche, nehme ich euch mit in die verschneiten Auen vor den Stadtmauern Notias, welche die Soldaten König Renards seit längerem belagerten. 

Was auf diesem Bild so ruhig anmutet, muss man sich voller Soldaten und deren Zelte vorstellen. Verschiedene Banner und Flaggen die im Wind wehen. Den Geruch von Lagerfeuern in der Luft. Zumindest erzählt es so, das Schreiben welches mir zu gespielt wurde. Angeblich, soll dies nämlich der Schauplatz eines Krieges gewesen sein, der schon lange als verloren galt. Und als man sich schlussendlich zurück nach Arlis, der Hauptstadt des Königreichs Serin zog, hatten noch viele Männer unnötig ihr Blut vergossen und ihr Leben gelassen.

Einst verrichtet ein bis aufs Blut loyaler Soldat seinen Dienst als Heeresoffizier hier. Sein Name war Reykan und die Treue gegenüber seinem König, wurde auf eine harte Probe gestellt. Doch lasst mich euch erzählen, was ich zu den Ereignissen heraus gefunden habe:

Schon länger dauerte die Belagerung und die Männer des Königs waren erschöpft. Das Essen war knapp geworden und der Winter eingebrochen. Kaum noch Nahrung war aufzutreiben und auch die Stimmung im Feldlager war angespannt. Zahlreiche Lagerfeuer spendeten Wärme,  doch den Hunger vertreiben konnten sie nicht. Die Wälder im näheren Umkreis waren so gut wie leer und niemand traute sich weiter vom Lager weg, als unbedingt nötig. Die Männer wollten Nachhause, egal ob mit einem Sieg oder einer Niederlage.D ie Stadtmauern Notias schienen ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Ein Sieg war anscheinend in weiter Ferne, was so ziemlich Jedem klar schien. Außer denen, die einen Rückzug anordnen können. 

Reykans Hoffnung lag in einem Stabstreffen, welches der König einberief. Ein kleiner Hoffnungsfunke war da, dass die die Männer abziehen könnten. Zurück nach Arlis zu den milderen Wintertemperaturen und dem guten Bier. Während seine Männer in relativ einfachen Zelten hausten, war der König natürlich in einem prächtigen Zelt untergebracht. Ausgestattet mit einem Holzofen, der von Dienern befeuert wurde, lebte es sich nicht ganz so schlecht, wie bei den Vasallen. Mit Pökelfleisch, Fladenbrot, Käse und Gewürzwein konnte man an diesem Abend laut dem König besser verhandeln. Und glaubt man den Aufzeichnungen, die ich gefunden habe, wurde verhandelt.  Doch nicht zu Gunsten des geschwächten Heeres. Ein neuerlicher Vorstoß wurde beschlossen. Man wollte von zwei Seiten angreifen und so die hohen Mauern stürmen. Reykan ahnte, wie diese Nachricht im Lager aufgenommen würde. Nur kurz gab er sich den Gedanken an Fahnenflucht hin, allerdings würde dies nicht passieren, dazu war seinem König gegenüber zu loyal, auch wenn es ihn sein Leben kosten würde.

Am nächsten Morgen nach dem Treffen, gab der König seinen Entschluss bekannt. Doch reagierten die Männer anders, als er es sich gedacht hat. Die Vasallen waren erschöpft und natürlich reagierten nicht wirklich viele von ihnen mit Jubelrufen auf die Bekanntmachung. Es wurde lautstark am Erfolg der Mission gezweifelt. Der König beschloss, die sowieso schon dünnen Reihen noch weiter auszusieben. Jeder der sich offen über diesen Vorstoß äußerte, wurde hingerichtet. In der Nacht, wurde das Lager angegriffen und selbst der König von Serin musste einsehen, dass der Krieg verloren war. Allerdings verloren in dieser Nacht viele Väter, Söhne und Geliebte ihr Leben. Ein sinnloses Unterfangen ging zu Ende und die verblieben Soldaten, Herzöge und der König kehrten nach Arlin zurück. Doch nicht jeder, war danach der gleiche Mann wie zuvor. 



Ihr seht also, auf diesem Fleckchen Erde wurde viel Blut vergossen und dieses Fleckchen scheint mir durchaus passend gewählt für eine solche Schlacht. Er bietet genug Platz für ein Heerlager aus mehreren Hundert Mann, befindet sich in der Nähe eines Sees und eines Waldes. Auf der linken Seiten,ein Stück entfernt und mit dem Wald dazwischen, befinden sich die scheinbar unüberwindbaren Mauern der Stadt Notia mit dem Haupttor. Auf der anderen Seite befindet sich ebenfalls ein Wäldchen und dahinter eine großes Feld. Durch den Wald und den See, sind die Überlebenschancen ziemlich hoch, doch je weiter der Winter voranschreitet umso schwieriger wird es zu jagen und Wasser zu holen. Hoffen wir einfach, dass sich ein solch sinnlose Schlacht nicht wiederholen wird.

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Ich hoffe unser kurzer Ausflug war interessant für euch, denn mich konnte das Setting im Buch wirklich gefangen nehmen.

Eure Sanne

Hier noch die Beiträge meiner Mitstreiter zu Unter einem Banner:

Buchvorstellung Unter einem Banner bei 1001 Buch – Sherazades Bücherwelt
Autoreninterview mit Elea Brandt bei Pink Mai, Die Librellis, L.C.’s Bookshelf
Protagonistenvorstellung bei Buchmelodie und Anduria Recca
Bloggerstatements bei Buchstäbliches

Uuuuuuuuuund hier noch meine Rezi, für die, die sie noch nicht entdeckt haben:
Rezension “Unter einem banem Banner lesen” (Klick)

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