Rezension: Unfolding #2: Abandoned von Penny Lane Chapman

Rezension: Unfolding #2: Abandoned von Penny Lane Chapman

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform 
Seiten: 360
ISBN: 978-1542851527

Darum geht es:

TYLER
Vor vier Jahren nahm sie mir meine Freiheit. Sie hätte mit mir untergehen müssen, doch nur ich landete im Knast. Ich habe nichts vergessen. Keinen der Schreie, wenn ich in ihr war. Keines ihrer Worte, wenn wir alleine waren. Ich bin zurück. Du wirst bezahlen…

BLAKE
Ich habe schreckliche Fehler gemacht. Der erste war, das Richtige tun zu wollen. Der zweite, ihn zu unterschätzen. Ich spüre seine Blicke in meinem Rücken. Er will Rache. Doch ich bin kein Opfer. Abandoned ist der zweite Band der Unfolding-Serie.

Meine Meinung:

Angezogen hat mich schon das Cover. Es ist düster und passt zur Geschichte, die sich zwischen den Seiten verbirgt. Marie Graßhoff hat hier ganze Arbeit geleistet. Super finde ich auch die Playlist, die mit abgebildet ist. Hört ruhig mal rein, denn es gibt ein wahnsinnig tolles Lesegefühl und ich hab außerdem ein paar neue Lieblingstracks bekommen.

“Jeder erschafft sich seine eigenen Katastrophen.”

Tyler war nicht unbedingt ein Sympathieträger für mich in Pretend, umso gespannter war ich auf seine Geschichte, den man spürte sofort, dass mehr hinter seinem Verhalten steckte.

Man erlebt das Buch zwei Sichten. Zum einen aus der von Tyler und zum anderen aus Blakes. Ich mag so etwas ja, weil ich dann einen Einblick in die Gedanken und Gefühlswelt bekomme und so besser Handlungen nachvollziehen kann. Ebenso vorhanden sind Rückblenden, die man unbedingt braucht um die Hintergründe zu verstehen.

“Es gab sie. Die Momente, in denen es sich anfühlte, als wollte das verfickte Universum dich glücklich sehen. Momente, in denen ein Geruch, ein Gedanke, ein Lächeln genügte, um dich high zu machen. Unglücklicherweise waren diese Augenblicke selten, denn das Universum bevorzugte es, dir die Scheiße aus dem Leib zu prügeln.”

Die zwei Hauptcharaktere haben eine, nun ja, nicht ganz so nachvollziehbare Beziehung, denn normal ist ehrlich gesagt anders. Aber normal kann halt auch jeder. Es war interessant zu beobachten, wie Beide sich dagegen wehrten und leugneten sich einzugestehen, was man als Leser schon ahnt. Das zwischen den Beiden ist nicht nur Hass, sondern auch ein Fünkchen Liebe ist, was unter all dem schwelt. Die ganze Zeit über spürt man eine leichte Spannung in der Luft und blättert durch die Seiten, um endlich zu erfahren wie es enden wird. Siegt der Hass oder die Liebe? Was tragen beide für Geheimnisse mit sich rum? Was lauert hinter der Fassade, wenn die Mauern fallen?

„Wenn es wichtig ist, kämpfst du dafür, auch wenn es wehtut.“

Die Geschichte von Tyler und Blake ist nichts für schwache Nerven, denn  Beide erleben Situation die schockierend sind und einen teilweise das Wasser in die Augen treiben. Ja, ich habe mitgelitten. Sowohl mit Blake, als auch mit Ty. Das dies bei Letzterem passieren würde, hätte ich nie erwartet. Ich hab für einen ziemlich unsympathischen Arsch gehalten. Der ist er vermutlich auch, aber seine Vergangenheit hat ihn geprägt und gibt seinem Verhalten, in mancher Hinsicht, Sinn.

Blake ist eine wahnsinnig tolle Prota mit frecher Klappe, die sich nicht so schnell einschüchtern lässt. Auch nicht von Ty. Genau das hat mir sehr an ihr gefallen. Sie zeigt Stärke und Mut, aber sie hat auch eine weiche und emotionale Seite. Blake habe ich für all das bewundert, denn sie hat gekämpft und war immer die Starke. Doch auch die Starken müssen einmal schwach sein dürfen.

Wie schon Pretend hat mich Abandoned an die Seiten gefesselt. Es ist kein typischer New Adult Roman, aber genau das macht ihn für mich besonders. Es gab Spannung, Überraschungen und Dramatik.

Auch die Clique um die Beiden hat sich wieder präsentiert. Sie zeigt sich Alles was es braucht. Man ist füreinander da. Es geht um Freundschaft und Loyalität, denn dass zeichnet eine Gruppe von Freunden aus.

Jetzt kommt der Punkt, der mir, leider, nicht gefallen hat. Das ganze Buch über war Ty, der harte Kerl und gegen Ende war er mir zu weich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber seine Wandlung zum Schluss war mir zu viel des Guten. Das ist allerdings immer Geschmackssache und meine persönlich Meinung.

Fazit

Abandoned ist düster, vielseitig und definitiv lesenswert für alle die nicht auf der Suche nach einer 08/15 Liebesgeschichte sind. Frau Chapman weiß, wie man spannende Storys schreibt. Mit diesem Buch, haben wir eine Geschichte, die teilweise verstörend, aber eben auch spannend und emotional ist. Die einen an die Seiten fesselt und ein Schreibstil der einen mitreißt. Allerdings gebe ich die selbe Warnung wie schon für den ersten Teil: Wer ein Märchen erwartet ist hier falsch.

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