Rezension: Unfolding #1 – Pretend von Penny Lane Chapman

Rezension: Unfolding #1 – Pretend von Penny Lane Chapman

Verlag: Create Space Independent Publishing Platform
Seiten: 354
ISBN: 978-1540784223

Darum geht es:

FARREN

Ich höre die falsche Musik und mache nur Ärger. Meine Mutter hasst mich, obwohl ich alles tue, um ihr zu gefallen. Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Entweder gehe ich für ein Jahr nach Miami, um bei einem Freund meiner Eltern Disziplin zu lernen, damit ich ihre Firma übernehmen darf, oder sie setzen mich vor die Tür. Es hätte so einfach werden können, doch dann traf ich ihn. Er lebt das Leben, von dem ich immer geträumt habe. Wild, frei, respektiert. Er macht seine eigenen Regeln. Sein Name ist …

KIERAN

Sie hört die richtige Musik, ist laut und unberechenbar. In ihren Augen sehe ich dasselbe Feuer wie bei mir. Sie könnte perfekt sein. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. Sie spielt das brave Mädchen und verstellt sich. Es macht mich rasend, denn ich habe etwas gegen Heuchler.

Cover-/ Textrechte: Penny L. Chapman

Meine Meinung

Ich war fasziniert von diesem Buch seit ich es zum ersten Mal gesehen habe. Dazu kam der für mich wirklich ansprechende Klappentext und die Ahnung, dass dieses Buch anders sein würde, als jene, die ich bisher kannte. Ich hatte Recht damit.

Die Autorin nimmt einen in eine düstere und teilweise auch gefährliche Welt mit. Eine Welt mit Suchtpotential und Charakteren, die für mich so noch nie dagewesen sind. Penny L. Chapman umschreibt auch nicht blümchenhaft, sondern schonungslos, was allerdings erstklassig zu dem ganzen Setting und den Charakteren passt.

Dies ist kein modernes Märchen in dem die Prota sich retten lässt, sondern sie muss lernen sich selbst zur Wehr zu setzen. Kieran zeigt ihr genau das auf.

„Sei wer immer du sein willst und scher dich nicht darum, was andere von dir halten.“

Die Handlung war für mich aufregend und neuartig und entwickelt eine absolute Sogwirkung. Ich war erst zufrieden, als ich mit diesem Buch durch war. Die Storydreht sich um Farran und Kieran, wie man sich schon denken kann. Die junge Farran ist für den Geschmack ihrer Mutter absolut missraten. Um diesen „Fehler“ zu beheben, schickt sie das
18 jährige Mädchen nach Miami zu einem Geschäftspartner, damit dieser ihr Disziplin beibringt. Dabei merkt sie aber nicht, dass die junge Frau versucht, die Tochter zu sein, die ihre Mutter immer erwartet hat. Zumindest bis sie auf Kieran trifft, der ihr die Augen öffnet. Zum Glück, wie ich anmerken möchte. Er lebt genau das aus, was sie immer wollte, aber nicht darf. Er lebt, während sie ihre wahre Natur unterdrücken muss. Doch wie lange kann so etwas gut gehen? Farran kommt nach und nach aus sich raus und taucht tiefer in Kierans Welt ein. Nicht immer ganz zu dessen Freude und die beiden bekommen sich mehr als einmal in die Haare. Wobei man förmlich die Funken sprühen sieht. Die unterdrückte Tochter lehnt sich auf, auch wenn es dazu einiger Mitarbeit von Kieran bedarf, wofür er wesentlich öfter eine Ohrfeige von Farran verdient hätte. Doch eigentlich bezweckt er nur eines damit: Er zeigt ihr, was es heißt zu leben und lässt sie sein wer sie ist. Genau in diesen Momenten lächelte ich. Ich lächelte, weil man die Lebensfreude praktisch spüren konnte, die die Ringkämpfe und Partys für Farran mit sich brachten. Die junge Frau begann endlich selbst zu leben.

Farran ist ein wirklich toller Charakter und mir absolut ans Herz gewachsen. Sie bemüht sich, könnte aber manchmal etwas mehr Durchsetzungsvermögen zeigen. Sie glücklich zu sehen, war einfach mein Highlight.

Kieran, der Bear Nuckle Boxer und erfolgreiche Geschäftsmann. Klischee? Nein, denn Kieran kämpft zwar im Ring und mit eigenen Dämonen, kommt aber damit klar. Er braucht nicht gerettet werden. Er hat ein Ventil gefunden um mit sich und seiner Wut klarzukommen. Das ausgerechnet Farran, welche er für eine verwöhnte Prinzessin hält, das auf die Probe stellt, macht ihn wahnsinnig.

Fazit

Pretend ist laut, brutal und spannend. Wer es seichter mag, sollte die Finger davon lassen, denn es geht teilweise ziemlich zur Sache. Doch trotz dem eben genannten Punkt geht dieses Buch unter die Haut und hat Suchtpotenzial. Gerade auch durch die für mich andersartige Geschichte und die genialen Charaktere. Chapeau Penny L. Chapman für diesen New Adult und ich freue mich auf Tylers Geschichte. Klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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