Werbung: Rezension: Matria von Tobias Elsäßer

Werbung: Rezension: Matria von Tobias Elsäßer

Verlag:  Thienemann Verlag
Seiten: 234
ISBN: 978-3522204071

Ab 14 Jahre

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

Das erwartet euch:

Wenn Kontrolle zur Gefahr wird – wie frei bist du wirklich?

Elias wächst in der Matria auf, einer scheinbar perfekten Gesellschaft, in der Frauen nach Jahren der Gewalt ein neues, sicheres Leben führen – und Jungen unter ständiger Beobachtung stehen. Mit der Pubertät beginnt für Elias ein innerer Kampf zwischen den Erwartungen der Gemeinschaft und seinen eigenen Gefühlen. Seine Freundschaft zu Aleika, die erste Liebe und die Angst vor dem “ersten Mal” werden zum Prüfstein für Vertrauen, Empathie und Freiheit. Doch als Gerüchte über verschwundene Jungen und geheime Experimente die Runde machen, muss Elias entscheiden, ob er sich anpasst – oder für sein Recht auf Selbstbestimmung kämpft. Ein packender Coming-of-Age-Roman über Identität, Sexualität, Überwachung und die Frage, wie viel Kontrolle eine Gesellschaft braucht, um wirklich sicher zu sein.

Cover-/ Textrechte: Thienemann Verlag

Meine Meinung

Elias wächst den Großteil seines Lebens mit seiner Mutter in der Matria auf. Als Junge steht etwa dort unter ständiger Beobachtung, denn hier geht es darum ein sicheres Zuhause für Frauen zu schaffen. Gerade in der Pubertät können die Gefühle schnell umschlagen und so beginnt auch für Elias ein innerer Kampf. Die erste Liebe, Gefühle auch sexuelles Interesse. Dinge von denen er nicht so wirklich weiß, wie er damit umgehen soll. Männliche Bezugspersonen fehlen. Schließlich muss er, wie alle Jungen in ein 3 wöchiges Camp. An dessen Ende wird entschieden wer nach Matria zurück darf und wer gehen muss. Doch was, wenn der Ausgang dieser Entscheidung eigentlich schon vorher feststeht?

Ich bin ehrlich, ich weiß nicht so ganz was ich von sem Gelesenen halten soll und was ich daraus Alles mitnehme. Wobei tatsächlich einige Gedanken in meinem Kopf zum Thema kreisen.

Der Autor hat auf jeden Fall ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen und verarbeitet. Die Straftaten und auch Tötungsdelikte an Frauen nehmen ernstzunehmend zu, aber kann ein solches Szenario wirklich die Lösung sein?

Eine “Welt” die Männer bzw. Jungen erstmal unter Generlverdacht stellt. Die Ehrlichkeit, Vertrauen und  Verantwortung verlangt ohne grundsätzlich ehrlich zu sein und den Jungen gewisse Dinge verschweigt?

Ich verstehe den Aufbau einer sicheren Welt für Frauen und Kinder. Ich verstehe auch die engmaschige Kontrolle die hier gegenüber den Jungen passiert, aber dennoch weiß ich Nicht so wirklich ob das gewisse Sachen verhindern würde. Gerade auch im Hinblick auf das Camp. Es zeigt sich, dass die Sache im Fall von Matria leider auch nicht wirklich aufgeht.

Das wir aktuell vorhanden Strukturen überdenken müssen, dass weiterem Voranschreiten des aktuellen Machtgefüges gegengesteuert werden und Schlimmeres verhindert werden muss, sollte klar sein. Aber eine Welt wie Matria ist leider nicht die alleinige Lösung des Problems. Obwohl sie auch viele Vorteile für Frauen mitbringt und, das ist wahrscheinlich die Hauptintension, zum Nachdenken anregt.

Den Schreibstil fand ich tatsächlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber er kann einen dennoch erreichen und einsammeln.

Mit Elias konnte ich durchaus etwas anfangen. Ich fand ihn greifbar, authentisch und sympathisch.

Fazit

Es gilt eine Lösung für ein friedliches Miteinander zu finden. Nicht nur Fiktion, sondern auch in der realen Welt. Das beginnt damit seinen Kindern, egal welches Geschlecht, beizubringen Verantwortung zu übernehmen und Respekt gegenüber anderen zu haben. Gefühle darf man ebenfalls geschlechtsunabhängig zeigen und teilen. Man kümmert sich untereinander und jeder hat die gleichen Rechte und Pflichten. Matria löst das Problem nicht, regt aber definitiv zum Nachdenken an und wenn es dann auch noch zum Umdenken beitragen würde, wäre uns Allen geholfen. 4 Sterne am Ende von mir

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