
Werbung: Rezension: Die Geheimnisse des Graphischen Viertels #4: Das Antiquariat am alten Friedhof von Kai Meyer
Verlag: Verlagsgruppe Droemer Knaur / Argon
Verlag
Seiten: 512
Hörzeit: 17h 11 Minuten
Sprecher/in: Johann von Bülow / Luise Helm
ISBN: 978-3426293980
Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!
Das erwartet euch:
Die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den “Club Casaubon”. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt, werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte hineingezogen.
Fünfzehn Jahre später, 1945: Nach dem Krieg arbeitet Felix als Bibliothekar für die Amerikaner, um Millionen von geraubten Büchern zu katalogisieren. Seine Mission führt ihn zurück in das zerstörte Leipzig. Die Freunde von damals sind verschollen – oder nicht wiederzuerkennen. Und ist Eva wirklich tot? Während die Stadt unter dem Druck der nahenden sowjetischen Besatzung steht, gerät Felix in ein Netz aus Verrat und tödlichen Geheimnissen, das seinen Ursprung in den finstersten Winkeln seiner Vergangenheit hat.
Cover-/ Textrechte: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Meine Meinung
Wir begleiten Felix Jordan dabei, wie er 1945 in seine Heimatstadt Leipzig zurückkehrt. Die Stadt ist vom Krieg zerstört, seine Bewohner ebenfalls und nur noch Schatten ihrer selbst. Aktuell haben die Amerikaner das Sagen, daher ist auch Jordan in deren Auftrag wieder in der Stadt, doch die Abtretung an die Sowjets steht bevor. Was die ganze Mission antreibt. Jordan sieht sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 1930 zog er mit seinen Freunden durch die Stadt, doch zu damals ist heute natürlich kein Vergleich. Gleiches gilt für seine alten Freunde, welche nicht mehr da sind. Aber einer von ihnen tritt in Erscheinung als er die Ermittlungen antritt. Doch wohin werden Jordans Ermittlungen ihn führen, denn eigentlich ist er ja nur Bibliothekar?!
Endlich ging es wieder zurückkehrt ins Graphische Viertel nach Leipzig. Ich liebe diese Reihe einfach und freue mich über jede Rückkehr in den Stadtteil, welcher leider so nicht mehr existiert.
Wir bewegen uns wieder in zwei Zweitebenen, welche durch Überschriften emtsprechend gekennzeichnet sind. Einmal 1930, also Vorkriegszeit, und 1945 Nachkriegszeit mit endender Besatzung durch die Amerikaner. Die Vorgängerbände muss man nicht kennen.
1930 gab es den Club Casaubon, dem 4 Freunde angehörten. Zu ihnen gehörte auch Felix Jordan um den es in diesem Teil geht. Die jungen Männer haben Bücher gestohlen und veräußert mit dem Beweggrund sich auflehnen zu wollen. Allerdings sind sie da auch in Dinge hereingeraten die nicht hätten sein sollen und düster waren. Für mich ein absolut spannender Einblick in die mystische Seite.
Die Bücher über das Graphische Viertel üben auf mich eine Art Sogwirkung aus. Ich kann mich vollkommen in der Handlung verlieren und vergesse absolut die Zeit. Der Autor schafft hier eine wahnsinnig tolle Atmosphäre, welche auch wahnsinnig gut in den Hörbüchern rüber kommt.
Die Charaktere passen absolut ins Bild. Die einen sympathisch, die anderen so naja. Sie sind undurchsichtig und es ist schwierig sie einzuschätzen. Gerade halt auch bei den Vier Freunden fragt man sich, warum das gut geht zwischen ihnen. Aber sie bergen Geheimnisse, was für mich immer den Reiz ausmacht dem auf den Grund zu gehen.
Fazit
Wie auch schon bei den Vorgängern, muss man genau diese hier nicht kennen, um hinter die Geschichte steigen zu können. Die Mischung aus realen Setting mit eingeflochtenen Mythos hat mal wieder voll ins Schwarze bei mir getroffen. Ich kann mich so herrlich zwischen den Seiten verlieren, dass es einfach nur Spaß macht abzutauchen. Volle Begeisterung von mir und daher 5 Sterne
Loading Likes...